Abhör-Affäre im Verteidigungsministerium

26. März 2009, 13:56
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Telefon des ehemaligen Pressesprechers von Verteidigungsminister Darabos wurde manipuliert

Beim Telefon des ehemaligen Pressesprechers von Verteidigungsminister Darabos, Answer Lang, soll die Freisprechanlage manipuliert worden sein, so dass der Benutzer Gespräche im Büro mithören konnte. Das erfuhr die APA aus Parlamentskreisen am Donnerstag. Auch das Telefon des früheren Leiter des Rüstungsstabs, Kurt Mörz, soll manipuliert worden sein. Das Ministerium wollte dies nicht kommentieren.

Gespräche im Büro

Zwar sei das Thema Wanzen-Affäre im letzten Verteidigungsausschuss behandelt worden, so ein Sprecher von Darabos, der Rest sei allerdings Gegenstand von nachrichtendienstlichen Ermittlungen und könne daher nicht bestätigt werden. Die Manipulation soll so funktioniert haben, dass der Benutzer durch einen Anruf beim Abgehörten die Freisprecheinrichtung einschalten konnte und so Gespräche im Büro mithören konnte.

Auflärung

Die FPÖ fordert Aufklärung und vermutet dabei eine interne Bespitzelung. Verteidigungsminister Darabos sei nun "aufgefordert, im eigenen Haus für Ordnung zu sorgen und auszukehren", meinte der Abgeordnete Manfred Haimbuchner. Die Person müsse gewusst haben, wer zu welchem Zeitpunkt in Langs Büro gewesen ist. Außerdem sei die Bespitzelung durch eine manipulierte Freisprechanlage "um einiges subtiler und schwerer zu entdecken als eine Wanze".

Die behauptete selbe Manipulation des Apparates von General Kurt Mörz, ehemaliger Leiter des Rüstungsstabes, werde mittels einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ aufgeklärt werden, kündigte Haimbuchner an. (APA)

 

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