Justiz klagt mutmaßliches Al-Kaida-Mitglied an

26. März 2009, 13:03
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Türke Ömer Ö. soll Geld und Ausrüstungsgegenstände beschafft sowie "Kämpfer" rekrutiert haben

Karlsruhe - Die deutsche Bundesanwaltschaft hat erneut ein mutmaßliches Al-Kaida-Mitglied aus Deutschland angeklagt. Der 31-jährige Türke Ömer Ö. hat nach den Erkenntnissen der Karlsruher Ermittler in Deutschland für das Terrornetzwerk Al Kaida gearbeitet.

Der Türke soll Geld und Ausrüstungsgegenstände beschafft sowie "Kämpfer" rekrutiert haben. Unter anderem soll er Bekkay Harrach angeworben haben, einen mutmaßlichen Al-Kaida-Terroristen, der sich vor einigen Wochen mehrfach per Terrorvideo zu Wort gemeldet hatte, heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Empfehlungsschreiben

Ömer Ö. soll Harrach, einen Deutschen marokkanischer Herkunft, seinem mutmaßlichen Mittäter Aleem N. vorgestellt haben, der ihn mit einem Empfehlungsschreiben in ein Al-Kaida-Terrorcamp im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet vermittelt haben soll. Auch Ömer Ö. selbst soll dort im Jahr 2006 eine Terrorausbildung absolviert haben.

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage beim Oberlandesgericht Koblenz wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung und Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz erhoben. Dort läuft derzeit auch der Prozess gegen Aleem N. (APA/dpa)

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