Beko Engineering - Deutlicher Ergebniseinbruch trotz Umsatzplus 2008

26. März 2009, 13:00
posten

Jahresüberschuss sank um ein Viertel auf 1,69 Mio. Euro - Heuer leichtes Umsatzrückgang, aber positives Ergebnis erwartet - Rumpf-Geschäftsjahr 2009 endet am 30. September

Die Beko Engineering & Informatik AG, ein Tochterunternehmen der börsenotierten Wiener IT-Beteiligungsgesellschaft Beko Holding AG, hat 2008 ihren Umsatz um 3,8 Prozent auf 51,5 Mio. Euro gesteigert, musste aber deutliche Rückgänge bei den Ergebniszahlen verbuchen. Das Ergebnis vor Steuern (EGT) ging um 15,8 Prozent auf 1,98 Mio. Euro zurück, nach Steuern blieben 1,69 Mio. Euro (-23,3 Prozent), berichtete Beko-Finanzchef Peter Fritsch heute, Donnerstag, bei der Bilanzpräsentation.

"Spitzenwert"

Das Betriebsergebnis (EBIT) ging um ein Fünftel auf 1,6 Mio. Euro zurück, die EBIT-Marge beträgt 3,1 Prozent, "in Zeiten wie diesen ein absoluter Spitzenwert", sagte Vorstandssprecher Friedrich Hiermayer. Das Ergebnis sei durch die Investitionen in einen neuen Standort, die Weiterentwicklung von Geschäftsaktivitäten sowie die Entwicklungskosten für das Produkt "Homebutler" belastet - dabei geht es um eine Plattform für "Ambient Assisted Living" (AAL), ein Bündel von Software-Komponenten, die über eine Set-Top-Box in das TV-Gerät eingespeist werden und die Haus- und Sicherheitstechnik mit dem Internet verbinden.

Bei der Hauptversammlung am Mittwoch wurde eine Änderung des Geschäftsjahres beschlossen, das heuer erstmals mit 30. September endet. Eine genaue Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr wagt Hiermayer nicht. "Im Markt ist eine extreme Hektik drin." Aber er gehe davon aus, "dass wir positiv aus dem Jahr 2009 herauskommen, auch über die drei Quartale". Den Umsatz im Rumpfgeschäftsjahr sieht Hiermayer bei 32 bis 32,5 Mio. Euro, im Kalenderjahr 2009 werde der Umsatz "sicherlich etwas zurückgehen, aber nicht sehr dramatisch". Eine Prognose sei jedenfalls schwierig: "Wir fahren alle im Nebel durch die Gegend."

"Fünf bis sechs Millionen haben wir laufend an Liquidität, die wir nicht unbedingt operativ benötigen."

Die Liquidität ist laut Finanzvorstand Fritsch gesichert. "Fünf bis sechs Millionen haben wir laufend an Liquidität, die wir nicht unbedingt operativ benötigen." Reagieren müsse man auf die Krise aber doch, erklärte Vorstandssprecher Hiermayer. Personalabgänge würden nur sporadisch ersetzt und falls nötig werde "natürlich" auch Personal abgebaut. (APA)

Share if you care.