Gedenken an Massendeportationen im Baltikum

26. März 2009, 12:41
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Zehntausende wurden vor 60 Jahren vom sowjetischen Regime deportiert

Riga - Die baltischen Staaten Lettland und Estland haben am Mittwoch der Massendeportationen von zehntausenden ihrer Bürger durch das sowjetische Regime vor 60 Jahren gedacht. In der lettischen Hauptstadt Riga versammelten sich hunderte Menschen am Mahnmal der Freiheit und legten Blumen nieder. "Vor 60 Jahren haben die unerwarteten Gäste an unseren Türen geklopft und unser Schicksal für immer verändert", sagte Präsident Valdis Zatlers. "Noch heute fragen wir nach dem Warum."

Estlands Staatschef Toomas Hendrik Ilves sagte bei einer Gedenkzeremonie in der Hauptstadt Tallinn, all diejenigen, die noch immer das Verbrechen leugneten, hätten Angst vor der Wahrheit. In Litauen, das auch von den Massendeportationen nach Sibirien betroffen war, sollte am Donnerstag in der Hauptstadt Vilnius eine hochrangig besetzte Konferenz zu dem Thema tagen. Die Tragödie vom 25. März 1949, über die zu Sowjetzeiten nicht gesprochen werden durfte, hat sich tief in das Gedächtnis der Balten eingegraben. Moskau sieht die Deportationen bis heute nicht als Verbrechen an. (APA)

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