Freisprechanlage soll manipuliert gewesen sein

26. März 2009, 12:32
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Durch Anruf konnte Freisprechanlage eingeschaltet werden und Gespräche im Darabos-Büro mitgehört werden

Wien  - Beim Telefon des ehemaligen Pressesprechers von Verteidigungsminister Norbert Darabos, Answer Lang, soll die Freisprechanlage manipuliert worden sein, so dass der Benutzer Gespräche im Büro mithören konnte. Das erfuhr die APA aus Parlamentskreisen am Donnerstag. Zudem soll auch das Telefon des früheren Leiter des Rüstungsstabs, Kurt Mörz, manipuliert worden sein. Das Ministerium wollte dies nicht weiter kommentieren.

Manipulation

Zwar sei das Thema Wanzen-Affäre im letzten Verteidigungsausschuss behandelt worden, so ein Sprecher von Darabos, der Rest sei allerdings Gegenstand von nachrichtendienstlichen Ermittlungen und könne daher nicht bestätigt werden. Die Manipulation soll so funktioniert haben, dass der Benutzer durch einen Anruf beim Abgehörten die Freisprecheinrichtung einschalten konnte und so Gespräche im Büro mithören konnte.

FPÖ vermutet "interne Bespitzelung"

Die FPÖ fordert angesichts der Wanzen-Affäre im Verteidigungsministerium Aufklärung und vermutet dabei eine interne Bespitzelung. Verteidigungsminister Norbert Darabos sei nun "aufgefordert, im eigenen Haus für Ordnung zu sorgen und auszukehren", meinte der Abgeordnete Manfred Haimbuchner in einer Aussendung am Donnerstag. Die FPÖ sieht sich auch in ihrer Kritik an der Zusammenlegung von Landesverteidigung und Sport bestätigt. (APA)

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