Investoren aus Russland und Taiwan an Infineon-Tochter interessiert

26. März 2009, 09:25
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Verhandlungen über einen möglichen Einstieg beim Speicherchiphersteller sollen laufen

An der insolventen Infineon-Tochter Qimonda sind angeblich auch Investoren aus Russland und Taiwan interessiert. Insolvenzverwalter Martin Jaffe soll mit potenziellen Investoren aus beiden Ländern über einen möglichen Einstieg bei dem Speicherchip- Hersteller gesprochen haben, wie die "Süddeutsche Zeitung" (Mittwoch) unter Berufung auf Konzernkreise berichtete. Jaffe hoffe in beiden Fällen auf Signale für weiterführende Gespräche. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters habe sich dazu nicht äußern wollen, hieß es in dem Bericht.

Staatliche Stellen

Bei allen Interessenten soll es um staatliche Stellen gehen - oder um Unternehmen, die zum Großteil in Staatsbesitz sind. Am Mittwoch hatte bereits der taiwanesische Halbleiterkonzern Taiwan Memory, der gerade aufgebaut wird, sein Interesse an Qimonda bestätigt. Darüber hinaus führt Jaffe Gespräche mit dem chinesischen Staatsunternehmen Inspur. Diese seien am weitesten gediehen, hieß es in dem "SZ"-Bericht. In Russland, China und Taiwan wird die Chipindustrie mit öffentlichen Geldern gefördert.

Qimondas Mutter Infineon beschäftigt in Österreich 2.600 Mitarbeiter in Villach, Graz, Klagenfurt und Wien. Derzeit sind in Österreich 1.400 Infineon-Beschäftigte von Kurzarbeit betroffen. (APA/Reuters)

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