Chávez schimpft Oppositionsführer "Banditen"

26. März 2009, 07:06
43 Postings

Fluglinie Aeropostal soll verstaatlicht werden

Caracas - Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat in einem verbalen Rundumschlag die Anführer der Opposition in seinem Land als "Banditen" bezeichnet, deren "Verbrechen" nur aufgrund ihrer politischen Position ungesühnt blieben. "Banditen, es sind alles Banditen, es gibt nicht einen unter ihnen, der keiner wäre", sagte er am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Versammlung von Gouverneuren und Abgeordneten seiner Vereinten Sozialistischen Partei.

"Wenn sie jemand töten oder töten wollen, wenn sie diffamieren oder verletzen, Staatsstreiche verüben, die Arbeiter verachten oder das Geld des Volkes stehlen, kann man sie nicht anrühren, weil sie in der Opposition sind." Selbst wenn Al Capone oder Jesse James nach Venezuela kämen und der Opposition beiträten, könnte sie niemand anrühren, meinte Chavez weiter.

Prozess des "demokratischen Widerstands"

Führende Oppositionsvertreter hatten zuvor einen Prozess des "demokratischen Widerstands" angekündigt. In der vergangenen Woche hatten tausende Menschen in der Hauptstadt Caracas gegen von Chavez ausgesprochene Gefängnisdrohungen gegenüber Oppositionellen demonstriert.

Chavez kündigte auf der Versammlung zudem an, die Fluglinie Aeropostal zu verstaatlichen, da sie mutmaßlich in Drogengeschäfte verstrickt sei. Am Wochenende hatte bereits die Armee die Kontrolle über alle wichtigen Häfen und Flughäfen übernommen. Chavez hatte dies damit begründet, er wolle "den Zerfall der nationalen Einheit rückgängig" machen". (APA/AFP)

Share if you care.