Uni-Kollektivvertrag

Hahn kommt Rektoren entgegen

25. März 2009 22:29

GÖD appelliert an Uni-Chefs - Verringerte Budgetbindung - uniko berät am Montag

Wien - In der Diskussion um den geplanten ersten Kollektivvertrag (KV) für Universitäten ist Wissenschaftsminister Johannes Hahn am Mittwoch den Rektoren entgegen gekommen. Statt der ursprünglich geplanten fünf Prozent des Uni-Globalbudgets, die Hahn für jährliche Gestaltungsvereinbarungen einbehalten wollte, will Hahn nun nur maximal drei Prozent zurückbehalten und sagt zu, diese in den nächsten drei Jahren nicht voll auszuschöpfen, bestätigte ein Sprecher des Ministers auf Anfrage der APA Angaben der Gewerkschaft öffentlicher Dienst (GÖD).

Frage der Finanzierung

Im Streit um den bereits seit 2007 ausverhandelten (KV) hatte Hahn zuletzt Rektoren und Gewerkschaft ein Ultimatum gestellt. Beide Seiten sollten sich bis Ende März, Anfang April einigen, andernfalls könnte er das für den KV reservierte Geld auch anders verwenden. Hahn hatte bereits zugesagt, 2009 50 Mio. Euro und für 2010 bis 2012 jährlich 30 Mio. Euro für den KV zur Verfügung zu stellen. Den Rektoren war dies alleine aber zu wenig für eine Zustimmung. Sie hatten "eine Reihe von exakten und verbindlichen Aussagen" seitens der Politik gefordert, um zu entscheiden, ob sie den KV finanzieren können.

Laut Gewerkschaft bedeutet nun die neue Zusage Hahns für die verringerte Budgetbindung, "dass die Universitäten pro Jahr etwa 40 Millionen Euro als disponibles Budget nicht verlieren". In einer außerordentlichen Plenarsitzung der Universitätenkonferenz (uniko) werden die Rektoren kommenden Montag (30.3.) über den KV beraten.

Die GÖD appelliert nun an die Rektoren, "angesichts der Erweiterung des Finanzierungsangebotes des Wissenschaftsministers dem Inkrafttreten des Kollektivvertrages jetzt Ihre Zustimmung zu geben". Ein weiterer Aufschub wäre für die Personalsituation an den Universitäten "fatal", etwa was die Schaffung von arbeitsrechtlichen Mindeststandards oder die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses betrifft, heißt es seitens der Gewerkschaft. (APA)

woschl73
 
30.03.2009 15:26
unterschrieben

laut Vienna online haben die Rektoren unterschrieben, ich glaubs nich !!!

M Peter
28.03.2009 12:44
Der Hahn

Der Hahn kräht,
doch mit Geld hat er nicht viel zu tun.

Bruno Elsner
26.03.2009 13:45
Hahn kommt entgegen - ein Geisterfahrer!!!

woschl73
 
26.03.2009 12:44
UNTERSCHREIBEN

Jetzt wird man ja sehen wie ernst es den UNIS ist den KV zu bekommen.
Mich würde ea aber nicht wundern wenn die Herrn Rektoren immer noch etwas finden was Ihnen nicht behagt !
Wäre es den Unis wichtig dann hätten alle Uni Bediensteten schön längst einen KV.
Gespannt bin ich wie man mit den Projektmitarbeitern, also all jene die den KV bitter nötig hätten, umgeht.
Stimmt das mit der 3 Jahres Klausel wie dem KV Entwurf zu entnehmen ist, dann Gute Nacht !

AnBod
 
26.03.2009 09:02
Gewerkschaft lässt sich linken

Es ist mMn überhaupt nicht nachvollziehbar, wieso die Gewerkschaft als Vertretung der Arbeitnehmer den Rektoren dermaßen auf den Leim geht. Anstatt sich mit den Rektoren solidarisch zu erklären sollte sie darauf pochen, dass der KV endlich unterschrieben wird. Damit würde man den Hahn vor vollendeten Tatsachen stellen und dieser müsste nolens volens notwendige Mittel zuschießen.

Man darf in dieser Debatte nicht vergessen, dass die Rektoren nicht im selben Boot mit den Unibeschäftigte sitzen, auch wenn dieser Eindruck absichtlich aufrechterhalten wird.

Wenn am 30.03. die Zustimmung vonseiten der uniko erneut versagt wird, dann sollten Streiks angedacht werden.

Spieler5
26.03.2009 07:31
Ringelreih im Kreis herum

jetzt ist der Ball also wieder bei den Rektoren, die sich weiter winden werden und gegebenenfalls den Kollektivvertrag damit abwehren, daß in der Krise "billige befristete Arbeitskräfte" die Universität weiter flexibel gebahren lassen

die Gewerkschaft schmollt ein bißchen, tut aber nichts, weil ein Großteil der maßgeblichen Kräfte eh im alten Schema angestellt worden sind und sie überhaupt nicht betrifft

Hahn reibt sich die Hände, weil er weiß, daß er in Österreich dauerhaft das Wissenschaftsbudget um die Hälfte kürzen und weiter Geschäfte mit Wahlautomaten machen kann, weil ohnehin keiner protestiert, oder höchstens die, die auf prekären Stellen sind (alle jungen Mitarbeiter) und sich nicht lange halten können, die kann man leicht aussitzen

potz
27.03.2009 10:56

die Rektoren werden sich nicht winden, weil der KV nicht wirklich in ihrem Interesse ist! Der Sinn des KVs ist ja dem Arbeitgeber Grenzen nach unten zu setzen was Gehalt und Karrierechancen der Mitarbeiter betrifft.

Die Rektoren werden ob des grösseren Handlungsspielraumes ohne KV nicht weinen.

Und: keiner haelt die Rektoren davon ab die KV Vorgaben jetzt schon umzusetzen!

woschl73
 
26.03.2009 12:09
1. April

und am 1. april liegt der ball wieder bei Hahn !
alles andere wäre eine riesengrosse Überraschung !

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