US-Armee bestreitet Erschießung von Bauern

25. März 2009, 22:27
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"Sie waren keine Zivilisten" - "Während der Ausgangssperre in der Nähe einer Straße gegraben"

Kabul - Das US-Militär in Afghanistan hat den Vorwurf bestritten, die von ihnen geführten internationalen Truppen hätten zwei Bauern beim Bewässern ihres Feldes getötet. Diese Anschuldigung hatte der Polizeichef der Provinz Khost, Abdul Kajum Bagsoi, am Mittwoch erhoben.

Ein Sprecher der US-Streitkräfte sagte dazu, eine Patrouille habe am Dienstagabend zwei Männer angetroffen, die während der Ausgangssperre in der Nähe einer Straße gegraben hätten. Dies sei in einer Gegend gewesen, wo es in jüngster Zeit viele Bombenanschläge gegeben habe. "Nach bestem Wissen können wir sagen, sie waren keine Zivilisten", sagte Oberst Greg Julian.

Spannungen

Die steigende Zahl ziviler Opfer hat zu wachsenden Spannungen zwischen der Regierung von Präsident Hamid Karzai und den NATO-Staaten geführt. Erst in der vergangenen Woche waren fünf Afghanen bei einer Razzia der US-Streitkräfte getötet worden. Auch bei ihnen handelte es sich laut der afghanischen Regierung um Zivilisten. Das amerikanische Militär wies die Anschuldigungen zurück.

Von den 2100 im vergangenen Jahr getöteten Zivilisten sind UN-Angaben zufolge ein Viertel durch das Feuer ausländischer Soldaten gestorben. (APA/Reuters)

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