Ranghoher US-Gesandter zu Besuch

25. März 2009, 22:16
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Blake trifft Vertreter von Junta und Opposition - EU-Beauftragter Fassino hält Lockerung von Sanktionen für möglich

Rangun - Ein Gesandter des US-Außenministeriums hat mit Vertretern der burmesischen Militärjunta über eine Verbesserung der beiderseitigen Beziehungen beraten. Der US-Beauftragte für Südostasien, Stephen Blake, sei am Dienstag von Außenminister Nyan Win empfangen worden, berichteten Staatsmedien am Mittwoch. Der EU-Beauftragte für Burma, Piero Fassino, sagte, er halte eine Lockerung der Sanktionen gegen die Militärjunta für möglich.

Blake sei von Außenminister Nyan Win in der Verwaltungshauptstadt Naypyidaw empfangen worden, berichtete die Staatszeitung "New Light of Myanmar". Die US-Regierung kommentierte den Besuch Blakes in Burma zunächst nicht offiziell. US-Präsident Barack Obama stellt die Burma-Politik seines Vorgängers George W. Bush auf den Prüfstand, der gegenüber der Militärjunta eine harte Linie verfolgte.

Treffen mit Opposition

Nach seinem Aufenthalt in Naypyidaw reiste Blake am Mittwoch zu einem Treffen mit Oppositionsvertretern in Rangun weiter. Ein Sprecher der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) der Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi sagte, Blake habe mit der Parteispitze über die Lage der Opposition vor den Wahlen im kommenden Jahr gesprochen.

Der EU-Sondergesandte für Burma, Fassino, sagte, eine Lockerung der gegen die Militärjunta verhängten Sanktionen sei unter bestimmten Bedingungen möglich. Der Europarat könne eine solche Lockerung beschließen, wenn die Drangsalierung von Regierungsgegnern vor den für 2010 vorgesehenen Wahlen in Burma nachlasse und es Schritte in Richtung Demokratisierung gebe, sagte Fassino in der indonesischen Hauptstadt Jakarta.

Das für auswärtige Beziehungen zuständige Gremium des Europarats befasst sich Ende April mit den Strafmaßnahmen gegen Burma. Die Europäische Union hatte vor mehr als zehn Jahren Sanktionen gegen Burma verhängt und diese nach der Unterdrückung einer von buddhistischen Mönchen angeführten Protestbewegung gegen steigende Lebenshaltungskosten im Jahr 2007 verschärft. (APA)

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