FrauenLesbenBlock macht mobil

25. März 2009, 19:15
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Am Internationalen Aktionstag gegen kapitalistische Auswüchse anlässlich der G20-Tagung am Samstag mobilisieren auch die FrauenLesben Wiens Sympathisantinnen und solche, die es noch werden wollen, und rufen zur Bildung des feministischen, kämpferischen FrauenLesbenBlocks im Rahmen der Krisen-Demo.

Hier der Auruf der FrauenLesben im Wortlaut:

"Es reicht uns FrauenLesben schon längst! Wir wollen die Krisen nicht managen, ausgleichen oder restaurieren. Wir wollen ein besseres Leben – für ALLE - und zwar noch heute !!!

Mit steigendem Sozialraubbau, mit steigender Armutsproduktion, mit Arbeitszeitverkürzung und Lohnkürzung, Kurzarbeit, Entlassungen, ... steigen die Lebenserhaltungskosten wie Mieten, Lebensmittel, Heiz- und Kochkosten,... für Massen ins Unerschwingliche und die Konsequenzen tragen allen voran: FRAUEN.

Wer schaut darauf, dass die Heizung nicht zu hoch gedreht wird, oder dass überhaupt noch geheizt werden kann?
Wer macht sich die Arbeit, nach günstigen Lebensmitteln, Bekleidung und anderem zu schauen?
Wer erklärt Kindern, warum was nicht gekauft wird, oder warum etwa ein Besuch im Kino oder das Eis-Essen im Salon nicht möglich ist?
Wer managed die Kürzungen von Beilhilfen, die Steigerungen von Selbstbehalten im Bereich von Gesundheit, Pflege und Versorgungsaufgaben?

Es reicht! Statt Privatisierung und staatlicher Stützung der Banken aus dem Volksvermögen: Enteignung der Reichen – und Umverteilung des Reichtums! Schluss mit dem kapitalistischen Wahnsinn. Für die nachhaltige Störung patriarchaler, gewalttätiger Strukturen und für eine soziale Gesellschaftsform.

Wir sagen: Jede Lesbe, jede Frau gegen den Sozialraubbau – organisierter Kaufhausklau! Preise runter und Löhne rauf – Eure Krise(n) zahlen wir nicht! Kohle für alle, sonst gibts Krawalle!

FrauenLesben arbeiten in unterschiedlichsten Berufen, viele machen anstrengende Versorgungsarbeiten – und verdienen im Durchschnitt (nach unterschiedlichen Berechnungen) 30 – 40 % weniger als die männlichen Kollegen !!!

Frauen mit nicht-österreichischen Pässen werden immer mehr in illegalen Arbeitsverhältnissen ausgebeutet und der alltägliche Überlebenskampf wird kriminalisiert.

In Krisenzeiten und Kriegen steigt die vorhandene Frauenverachtung und die Gewalt gegen Frauen und Mädchen - und rassistische Feindbilder werden aufgebaut. Es reicht uns schon lange !

Wir sagen: Selbstorganisierung und Kampf dem Sexismus und Rassismus im Alltag, bei der Arbeit und im Staat ! Wir gehen nicht unter in Niederlagen, aber in Kämpfen, die wir nicht kämpfen! Es reicht! Durchbrechen wir den zunehmenden, gefährlichen Rechtsruck.

Frauen! Lesben! organisieren wir uns! Dieses menschenverachtende System muss abgedankt werden. Wir wollen nicht nur über-leben – Wir werden das Patriarchat aus den Angeln heben – Kämpfen wir gemeinsam gegen Ausbeutung, Unterdrückung, Rassismus und Entmündigung von Frauen. Den Rechten und den Mackern keine Macht! Kapitalisten und Manager und HausHERREN ent-Macht-en !

!!! ES GIBT FÜR ALLE GELD GENUG – ALLES ANDRE IST BETRUG !!! (red)

Treffpunkt

28. März um 13.00 Uhr beim antikapitalistischen Block, Mariahilferstrasse Ecke Stumpergasse

Link

Wir zahlen nicht für Eure Krise

 

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