Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Die einfache Infrastruktur von Unterkünften auf El Hierro ist kein Thema - Pools, natürlich beheizt und von bester Wasserqualität, hat die Bucht von Tacorón selbst eingerichtet.
Wenn die Wolken durch den Wald ziehen, sieht es auf dem Sendero de la Llanía aus, als ob die Feen tanzen. Dieser Wanderweg auf der Kanareninsel El Hierro liegt bereits in jener Gipfelregion der Vulkanberge, die auch Cumbre genannt wird. Der Waldboden ist weich, und die Bäume haben Bärte, denn die Luft ist so klar hier heroben, dass sich in den Kronen und an den Astgabeln Flechten bilden. Vereinzelt wachsen Farne auf dem Boden, die Stille wird nur von ein paar Vogelstimmen durchbrochen.
El Hierro, die westlichste der Kanareninseln, ist wegen ihrer Randlage touristisch kaum erschlossen. Bisher gibt es nur 3000 Gästebetten auf der Insel, die im Jahr 2000 zum Unesco-Biosphärenreservat erklärt wurde. Ein kleiner Flughafen existiert auf der Insel zwar bereits seit 1972, benutzt wird er aber vorwiegend von den Einheimischen. In Zeiten deutlicher Rückgänge der Besucherzahlen auf allen Kanareninseln wurden nun die Flugpreise der lokalen Airline Binter Canarias diese Woche drastisch gesenkt, die Frequenzen werden am Osterwochenende erhöht. Manche Inselhüpfer wird es jedenfalls freuen, nun auch auf diesem Weg unverhofft schnell hier zu landen.
Auf einer Lichtung der bewaldeten Cumbre weichen die Baumheide und der Gangelbaum für einen Augenblick zurück und geben einen Platz so groß wie ein halbes Fußballfeld frei. Hier soll sich eine Kultstätte für Vollmondrituale befunden haben, meinen die Einheimischen. Denn die Ureinwohner El Hierros, die Bimbaches, glaubten bis zum 15. Jahrhundert an den Gott Eraorahan und die Göttin Moneiba. Erst als die Spanier die Insel eroberten, verloren die Einwohner den Bezug zu den alten heidnischen Ritualen. Der Schatz der Mythen um die Kultstätten El Hierros ist dennoch groß geblieben, Opfersteine und Steinskulpturen findet man bereits in der unmittelbaren Umgebung des Flughafens.
Küste wilder als der Wein
Im fruchtbaren Golfo-Tal im Nordwesten der Insel herrscht ein völlig anderes, sehr mildes Klima, deswegen haben sich die meisten der 10.000 Einwohner auch hier angesiedelt. Man baut Wein, Bananen und Zitrusfrüchte an, nur die Küste selbst bleibt rau und die Meeresströmung stark. Die etwas weiter westlich gelegene Kapelle Virgen de los Reyes erinnert immer wieder mahnend daran. Rund um eine Madonna wurde sie gebaut, die Matrosen aus Florenz den Herreños schenkten. Erst durch diesen Tribut soll es dem Kapitän eines gestrandeten Handelsschiffes gelungen sein, das Schiff wieder ins offene Meer zu steuern.
An ein Bad im Meer vor dem kleinsten Hotel der Welt, von den Einheimischen liebevoll "El Hotelito" genannt, ist also gar nicht erst zu denken. Es liegt auf einer Lavafelszunge vor Las Puntas, und die Wellen sind im Winter manchmal so hoch, dass man ohnehin riskiert, auf dem Weg in eines der drei Zimmer nass zu werden. Als jene Kanaren-Insel mit den wenigsten Bademöglichkeiten hält El Hierro in der Nähe von La Restinga, im Südwesten der Insel, aber dennoch eine Überraschung bereit.
Anstelle von breiten, sandigen Stränden liegen hier von der Natur geschaffene Meeresbecken, die zu Fuß oder mit dem Auto zu erreichen sind. Die Straße windet sich steil die von schwarzer Lava verkrustete Küste hinunter. Erst am Fuße des Berges taucht dann mit dem "Tacorón" jene Badestelle auf, die über mehrere im Felsen befestigte Leitern erreichbar ist. Ins warme Meereswasser gleitet man hier und lässt sich vom Atlantik ungewöhnlich sanft in der Bucht hin- und herschaukeln. Das Meer hat an dieser Stelle selbst im Winter eine Temperatur von über 20 Grad, und die natürlichen Liegeflächen nutzen den ruhigen Windschatten der felsigen Bucht. (Bettina Louise Haase/DER STANDARD, Printausgabe, 21./22. März 2009)
Touristische Informationen: www.turismodecanarias.com oder www.spain.info
Flugverbindung z. B. mit www.flyniki.com, Inlandsflüge: www.bintercanarias.com
Der Tourismus hat sich nach den Waldbränden auf La Gomera noch nicht erholt. Die Natur ist dabei offensichtlich schneller. Von
Ein Jahr nach dem Beben vor der Küste El Hierros brodelt dort ein neuer Vulkantourismus auf kleiner Flamme
Eine ganze Woche steht die drittgrößte Insel der Kanaren im Zeichen des Wanderns. Mit ihrer faszinierenden Landschaft ist sie bestens dafür geeignet
Der Fotograf Oliver Weber hat die Playa de Las Americas durch die Linse betrachtet und zeigt seinen Blick auf den touristischen Ballungsraum
Wanderfreunde und Naturliebhaber können in Teneriffa auf fünf Routen die Insel bei Wanderungen kennen lernen. Die Eröffnung ist im Sommer 2012
Lanzarote war in der Vergangenheit eine heiß umkämpfte Insel. Vor kurzem eröffnete auf der Festung Santa Bárbara ein Museum über die Piraterie
In Santa Cruz auf der Kanareninsel La Palma wird am Rosenmontag ganz in Weiß gefeiert - mit Video
Auf Gran Canaria setzt man schon seit Jahren auf die Kaufkraft der Schwulen und präsentiert sich "gay friendly"
Die Insel La Gomera lebt von ihrem Nationalpark: Er bringt den Menschen Wasser und Touristen. Ein Tag im Lorbeerwald von Garajonay
Auf den Kanarischen Inseln kommt der lateinamerikanische Karneval nach Europa. Zentrum des ausufernden Treibens ist Santa Cruz
Auf der Atlantikinsel La Gomera ist eine weltweit einzigartige Pfeifsprache sogar ein Schulfach
Man muss kein Kakteensammler sein, um den ohnehin kurzen
Weg in das Innere der Insel Fuerteventura zu gehen
Interessante Speisen, seltsame Bräuche: La Palma bietet mehr als nur Besuche bei aktiven Vulkanen
Oliver Weber hat das einmalige Licht La Gomeras in seinen Landschaftsbildern festgehalten - und das Leben der Menschen in den Portraits
Auf La Gomera haben mystische Naturlandschaften den Vorrang vor dem bloß Touristischen
Die Kleinstadt im Norden Teneriffas will sich bei den Wanderern einen Namen machen
Wer sich auf einem der prächtigen Holzbalkone La Palmas eine Puro genehmigt, genießt nicht das einzige Stück "Kuba", das hier zelebriert wird
Whale-Watching auf den Kanaren boomt. Ein Berliner Verein auf La Gomera wacht darüber, dass daraus keine Verfolgungsjagd wird
Das kleinste Hotel der Welt, der größte Karneval Europas und abwechslungsreiche Landschaften, in Bildern dokumentiert von unseren LeserInnen
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.