Dells Smartphone-Pläne weiter auf Schiene

25. März 2009, 17:59
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Akquisition von Palm könnte Know-how an Bord holen

Die Smartphone-Pläne des US-Computerherstellers Dell laufen nach Angaben des Unternehmensgründers Michael Dell nach Plan. Dell äußerte sich der chinesischen Commercial Times zufolge in Taipeh zum Entwicklungsstand des Smartphones. Genaue Details zu dem Gerät wurden allerdings bislang nicht bekannt. Unterdessen verdichten sich in Branchenkreisen die Spekulationen, dass das Unternehmen ein Auge auf den Handheld-Spezialisten Palm geworfen hat. Das Unternehmen gilt derzeit als "attraktives Akquisitionsziel", wie dies RBC-Analyst Mike Abramsky formuliert. Sowohl Palm als auch Dell würden von einem Zusammenschluss profitieren, hießt es in Branchenkreisen.

Axim

Für Dell ist es nicht der erste Ausflug in das PDA-Segment. 2002 stellte das Unternehmen den Axim vor, dem jedoch kein sonderlicher Erfolg beschieden war. 2007 wurde die Produktlinie wieder eingestampft. Der optimale Präsentationstermin für das neue Gerät wäre im Rahmen der Mobilfunkmesse in Barcelona im Februar gewesen, der ursprüngliche Plantermin für den Markteintritt wird mit dem ersten Halbjahr angegeben. Wie US-Medien berichteten, fielen die Dell-Entwickler mit ihrem Produkt jedoch bei einem Preview bei den Telekomprovidern durch. Das Gerät würde sich zu wenig von bereits am Markt befindlichen Konkurrenzprodukten unterscheiden, begründet das Wall Street Journal. Die Entwickler entschieden sich daher zu einer Überarbeitung, bei der man allerdings mit den internen Zeitvorgaben im Plan sei, so Firmengründer Dell.

"Der Palm Pre sieht nach einem sehr interessanten Gerät aus."

Palm hat mit dem Pre zwar bereits auf der CES ein vielversprechendes Produkte vorgestellt, das von Journalisten und Branchenbeobachtern schon als iPhone-Killer gefeierte wurde. "Der Palm Pre sieht nach einem sehr interessanten Gerät aus. Allerdings ist die eingeschränkte Verfügbarkeit eine Hürde. Das Marktpotenzial ist daher im Moment schwer einzuschätzen", meint Gartner-Analystin Caroline Milanesi auf Anfrage von pressetext. Die zuletzt veröffentlichten Zahlen bereiten den Aktionären jedoch eher Sorge. Durch Verzögerungen bei der Auslieferung des Treo Pro sowie das weitere Warten auf den Pre sorgten für magere Umsatzzahlen im dritten Quartal. Ein starker Partner im Rücken könnte dem PDA-Spezialisten helfen, sein Produkt rasch und breit am Markt platzieren zu können.

 

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