Chronisch-entzündliche Krankheiten "wegessen"

25. März 2009, 16:37
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Entzündungen als Schutzmechanismus und bedrohliche Erkrankung - Phänomen der modernen Zivilisation - Kongress in Wien

Wien - Chronische Entzündungen des menschlichen Körpers werden von vielen Experten als eine der zentralen Herausforderungen der Medizin des 21. Jahrhunderts betrachtet. Häufig können dabei bereits moderne Medikamente Linderung bringen. Die kausalen Ursachen für die Erkrankungen liegen jedoch noch immer weitestgehend im Dunkeln. Ernährungstherapeutische Interventionen geraten daher immer mehr ins Rampenlicht. Der 26. Ernährungskongress der Diaetologen in Wien, der Donnerstag und Freitag stattfindet, hat sich dieses Themas angenommen.

Ernährung kein Stiefkind

Es gelte, die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller medizinischen Berufsgruppen zu fördern, um für die Patienten akzeptable Lösungen für ihren Gesundheitszustand zu schaffen. Die Ernährung dürfe dabei kein Stiefkind sein, sagte Experten im Vorfeld des Kongresses. Zwei Tage lang werden sich mehr als 600 Teilnehmer aus Österreich, Deutschland und der Schweiz dem Thema "Inflammation - Ernährung in Prävention und Therapie" widmen. Denn immer mehr Menschen in zivilisierten Ländern sind von chronisch-entzündlichen Erkrankungen betroffen.

Entzündungen sind einerseits ein wichtiger Schutzmechanismus des Körpers, andererseits können sie zu bedrohlichen Situationen und Erkrankungen führen. Rheuma, Multiple Sklerose, Morbus Crohn, aber auch Wohlstandserkrankungen wie Adipositas und Diabetes stehen mit entzündlichen Prozessen in engem Zusammenhang. Der Verband der Diaetologen Österreichs will mit diesen Kongress zur Bewusstseinsbildung beitragen und einen wesentlichen Beitrag für die ernährungsmedizinische und diaetologische Versorgung dieser Patientengruppen leisten. Die Veranstaltung steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Wilfred Druml. (APA)

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