Scala-Belegschaft streikt mit Symbolwirkung

25. März 2009, 15:59
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Berlusconis Kürzungen gefährden italienische Opernhäuser massiv

Rom - Die Belegschaft der Mailänder Scala legt am Dienstag, den 31. März. die Arbeit nieder. Der Streik wurde von den Gewerkschaften ausgerufen, um gegen die von der Regierung Berlusconis beschlossenen Finanzierungskürzungen für Opernhäuser zu protestieren. Die Gewerkschaften fordern eine Neuaufnahme der Verhandlungen für den Kollektivvertrag der Theaterbelegschaft. Die finanziellen Kürzungen der Regierung würden die Zukunft der Scala gefährden, warnten die Gewerkschaften. Zehn Millionen Euro weniger wird die Scala dieses Jahr vom italienischen Staat erhalten. Die Gewerkschaften forderten eine Reform des Systems der italienischen Opernhäuser und Garantien, das sie weiterhin öffentliche Gelder erhalten werden.

Die italienische Regierung hat aus Spargründen die öffentlichen Subventionen für Theater im Jahr 2009 um 30 Prozent gekürzt. Schwere Schulden belasten mehrere bekannte Opernhäuser in Italien. Wegen der Finanzierungskürzungen war es in den vergangenen Tagen zu Streikaktionen in der Arena di Verona, im Fenice-Theater in Venedig, im Massimo-Theater in Palermo sowie in anderen Opernhäusern gekommen. Sowohl das Theater San Carlo in Neapel als auch die Arena von Verona und das Opernhaus Carlo Felice in Genua wurden deswegen unter Aufsicht eines Sonderverwalters gestellt. Der römischen Oper droht wegen der hohen Verschuldung sogar der Bankrott. (APA)

 

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