"Verblüffendes Beispiel, wie ein Einzelner das Wohlbefinden von Millionen erhöhen kann"

25. März 2009, 15:38
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Inder Bindeshwar Pathak erhält den Stockholmer Wasserpreis, weil er ein Toilettensystem für extrem dicht besiedelte Stadtslums entwickelte

Stockholm - Ein billiges, umweltverträgliches und "kulturell akzeptables" Toilettensystem für Slums und öffentliche Plätze hat dem Inder Bindeshwar Pathak den Stockholmer Wasserpreis 2009 eingebracht. Wie die schwedischen Juroren am Mittwoch mitteilten, erhält der Gründer der Sulabh-Sanitärbewegung die mit umgerechnet 91.500 Euro dotierte Auszeichnung, weil er "ein verblüffendes Beispiel dafür geliefert hat, wie ein Einzelner das Wohlbefinden von Millionen Menschen erhöhen kann".

Pathak hat ein simples Toilettensystem für extrem dicht besiedelte Stadtslums entwickelt, das von mehr als 1,2 Millionen armen Menschen gegen geringe Gebühren genutzt wird. Es ermöglicht neben hygienischem Schutz auch die Nutzung von Exkrementen als Biogas zum Heizen, Kochen und der Erzeugung von Elektrizität.

Der Preis soll dem Inder während des 5. Weltwasserforums (16. - 22. August) in Stockholm von Schwedens König Carl XVI. Gustaf überreicht werden. Im Vorjahr wurde der Brite John Anthony Allan für sein Konzept des "virtuellen Wassers" ausgezeichnet. Es ermöglicht eine umfassende Ausrechnung von Wasserverbrauch etwa für die Produktion eines Hamburgers. (APA/dpa)

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    Per-Arne Malmqvist, wissenschaftlicher Direktor des Swedish International Water Institute, applaudiert dem Laureaten des Jahres.

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