US-Militär: Rebellenangriffe auf Tiefststand

25. März 2009, 22:45
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Im Jahr 2008 gab es noch durchschnittlich 130 Angriffe pro Tag, heuer "nur" noch zehn - Auch Zahl der getöteten US-Soldaten auf Rekordtief

Bagdad - Die Zahl der Angriffe und Anschläge im Irak ist nach Angaben der US-Streitkräfte auf das niedrigste Niveau seit dem Einmarsch im Irak 2003 gefallen. Im vergangenen Jahr habe es noch durchschnittlich 130 Angriffe pro Tag gegeben, dieses Jahr seien es täglich nur noch zehn, erklärte Generalmajor David Perkins am Mittwoch vor Journalisten in Bagdad. Seit dem Höhepunkt der US-Truppenverstärkung 2007 seien die Angriffe auf Zivilpersonen um 90 Prozent zurückgegangen.

Die jüngste Statistik kommt vor dem Hintergrund eines laufenden Abbaus der US-Militärpräsenz im Land. Präsident Barack Obama hat den Abzug aller Kampftruppen bis Ende August kommenden Jahres angekündigt. Zur Ausbildung und Unterstützung der irakischen Streitkräfte sollen etwa 50.000 Soldaten zurückbleiben. Derzeit sind noch rund 135.000 US-Soldaten im Irak im Einsatz.

Nur geringe US-Verluste

Die Zahl der im Irak-Krieg getöteten US-Soldaten ist auf den niedrigsten Stand seit dem Einmarsch im Jahr 2003 gefallen. In den ersten beiden Monaten des Jahres seien 19 Soldaten gefallen, sagte US-Militärsprecher David Perkins am Mittwoch. Vor zwei Jahren seien es im gleichen Zeitraum noch 148 gewesen. Gegenüber dem Einmarsch vor sechs Jahren liege der Rückgang bei mehr als 90 Prozent.

Die USA rechnen bei ihren Angaben auch die in angrenzenden Ländern gestorbenen Soldaten hinzu. Präsident Barack Obama will bis zum Spätsommer 2010 seine Truppen komplett aus dem Golfstaat abziehen.

Reuters-Daten zufolge sind vom Einmarsch im Jahr 2003 bis zum 17. März 2009 insgesamt 4.259 US-Soldaten bei ihrem Einsatz im Irak getötet worden. Die unter anderem von Friedensaktivisten erstellte Internetseite "www.iraqbodycount.org" zählt für den selben Zeitraum zwischen 91.121 und 99.500 tote irakische Zivilisten. (APA/Reuters)

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