Er hatte Angst vor den heranwachsenden Kindern

25. März 2009, 13:41
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Gerichts-Psychiaterin Adelheid Kastner erzählte dem Magazin "Stern" von ihren Eindrücken, nach den 27-stündigen Gesprächen mit Josef F.

Der Fall Josef F. scheint medial noch lange nicht abgeschlossen. Dem deutschen Magazin "Stern" erzählte die Gerichts-Psychiaterin Adelheid Kastner, die auch das Gerichtsgutsachten verfasst hat, dass Josef F. zunehmend Angst vor seinen heranwachsenden Kindern im Keller hatte.

F. soll sich davor gefürchtet haben, eines Tages im Verlies von seinen erwachsenen Kindern attackiert zu werden. In den 27-stündigen Gesprächen mit der Gerichts-Psychiaterin soll F. erklärt haben, dass er auf alle Fälle vor hatte, seine Kinder irgendwann "nach oben" zu holen. Er sei sich sicher gewesen, dass ihn niemand von den Kindern verraten hätte. Bis zum Prozess sei sich F. seiner schweren Taten offenbar nicht bewusst gewesen. Erst bei der Videoaussage seiner Tochter vor Gericht sei seine Weltsicht zusammengebrochen. "Er war zum ersten Mal in seinem Leben mit der Sicht einer anderen Person konfrontiert, ohne dass er sich dem entziehen konnte". so Gerichts-Psychiaterin Adelheid Kastner im "Stern". (red)

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