Manager werden zur Zielscheibe

25. März 2009, 19:08
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Vandalenakt in Schottland USA wollen Exzesse beenden

London/Washington - Das Haus des wegen hoher Pensionszahlungen kritisierten ehemaligen Chefs der Royal Bank of Scotland ist am Mittwoch attackiert worden. Drei Fensterscheiben seien am Wohnhaus von Fred Goodwin in Edinburgh eingeworfen worden, berichtete BBC. Zwei weitere Fenster seien an seinem Wagen, einer Luxuslimousine, zu Bruch gegangen.

Der 50-jährige Ex-Chef der mit Staatsmitteln gestützten RBS hatte die Forderungen nach einem Verzicht auf seine jährliche Pension von 693.000 Pfund (rund 752.000 Euro) zurückgewiesen. RBS fuhr 2008 mit umgerechnet rund 26 Mrd. Euro den größten Jahresverlust der britischen Wirtschaftsgeschichte ein und musste von der britischen Regierung mit Milliardenhilfen gerettet werden.

Auch bei AIG gibt es Angst vor Übergriffen. "Tragen sie keine Kleidung mit den AIG-Insignien. Vermeiden sie es nachts, allein unterwegs zu sein, und parken Sie ihren Wagen immer in gut beleuchteten Straßen", heißt es laut Newsweek in einem internen AIG-Memorandum mit Sicherheitstipps.

Nicht zuletzt wegen der AIG-Boni will US-Finanzminister Timothy Geithner weitere Exzesse im Finanzsektor mit Durchgriffsrechten vermeiden. Konkret soll die Regierung ermächtigt werden, Versicherungen oder Fonds notfalls zu schließen. Republikaner kritisierten den Vorstoß als "Streben nach Macht". (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26.03.2009)

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