FWF erhöhte Fördersumme um 7,8 Prozent

25. März 2009, 12:41
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Weiterer Trend ungewiss - Bilanzpressekonferenz auf Zeitpunkt nach der Budgetrede verschoben

Wien - Die Grundlagenforschung in Österreich hat der Wissenschaftsfonds FWF im vergangenen Jahr mit mehr Mitteln denn je zuvor gefördert: Die Gesamtbewilligungssumme belief sich 2008 auf 176,1 Mio. Euro. Das ist ein Plus von 7,8 Prozent gegenüber 2007, als die Höhe der Förderungen 163,4 Mio. Euro betrug, wie aus dem nun veröffentlichten Statistikheft des FWF hervorgeht. Für 2009 kann der Fonds wohl kaum mit einer Fortsetzung des Höhenflugs rechnen, Details sind wegen der noch nicht veröffentlichten Budgetzahlen nicht möglich. Die alljährlich im März stattfindende Bilanzpressekonferenz hat der FWF auf Ende April und damit nach der Budgetrede (21. April) verschoben.

Die Welt in Zahlen

Der Anstieg der Bewilligungssumme hatte von 2006 auf 2007 bei mehr als acht Prozent gelegen. Mit dem aktuellen Plus von 7,8 Prozent zwischen 2007 und 2008 liegt das Wachstum nach wie vor unter dem vom Forschungsrat für den FWF empfohlenen Wachstumswert von neun Prozent.

Die FWF-Mittel aus dem Infrastrukturministerium (BMVIT) sind 2008 gegenüber 2007 von 60,69 Mio. auf 76,96 Mio. Euro gestiegen. Die Zuwendungen aus dem Wissenschaftsministerium stiegen von 13,3 Mio. auf 32,06 Mio. Euro. In der neuen Regierung ressortiert der FWF nur noch zum Wissenschaftsministerium.

Die Mittel aus der Nationalstiftung, die 2009 vermutlich großteils ausfallen werden, lagen 2008 bei 24,9 Mio. Euro und waren damit ähnlich hoch wie 2007. Die Gesamtsumme der Erträge des FWF betrug im Vorjahr 186,56 Mio. Euro (2007: 153,1 Mio.).

703 Anträge

Insgesamt bewilligte der FWF im Vorjahr 703 Anträge für Grundlagenforschungsprojekte im autonomen Bereich (2007: 679). Von den beantragten Projektmittel wurden 38,9 Prozent genehmigt (2007: 37,9 Prozent). Von den im Vorjahr bewilligten 164,4 Mio. Euro im autonomen Bereich gingen 62,2 Prozent an Projekte aus dem Bereich Naturwissenschaften und Biologie, 13,1 Prozent an Geisteswissenschaften, 11,3 Prozent an Humanmedizin, 8,4 Prozent an Sozialwissenschaften, 2,8 Prozent an Technische Wissenschaften und 2,3 Prozent an Land- und Forstwirtschaft sowie Veterinärmedizin. Neben dem autonomen Bereich wickelte der FWF auch Programme im Auftrag der Ministerien ab. (APA)

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