Einstieg von Chinalco bei Rio Tinto nimmt wichtige Hürde

25. März 2009, 11:52
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Australische Kartellbehörde stimmt trotz politischer Bedenken zu

Sydney - Der geplante großangelegte Einstieg des chinesischen Staatskonzerns Chinalco beim weltgrößten Bergbauunternehmen Rio Tinto hat eine wichtige Hürde genommen. Die australische Kartellbehörde stimmte am Mittwoch dem 19,5 Mrd. Dollar (14,4 Mrd. Euro) schweren Geschäft ungeachtet der Bedenken aus der Politik zu. Das letzte Wort hat nun Schatzminister Wayne Swan, der seine Entscheidung von der Empfehlung des Rats für ausländische Investitionen abhängig machen will. Das Gremium hat sich dafür Zeit bis Juni erbeten.

Die australische Rio Tinto will Chinalco fester an sich binden, um ihren Schuldenberg von 39 Mrd. Dollar zu verringern. Die Chinesen beteiligen sich mit 12,3 Mrd. Dollar an den Eisenerz-, Kupfer und Aluminiumanlagen und erwerben für 7,2 Mrd. Dollar Wandelanleihen. Insgesamt wird sich der Anteil von Chinalco an Rio Tinto auf 18 Prozent verdoppeln.

Gegner des Geschäfts argumentieren, mit dem Engagement bei Rio Tinto könnten die Chinesen die Preise für Eisenerz nach drücken und damit chinesischen Stahlkochern zulasten der australischen Konkurrenz Vorteile verschaffen. Die Kartellbehörde teilt diese Bedenken nicht. Der einzige Weg, die Preise massiv zu senken, bestünde in der Ausweitung der Produktion. Darauf würden die Konkurrenten mit einer Drosselung der Eisenerzförderung reagieren, argumentierten die Wettbewerbshüter. (APA/Reuters)

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