MySpace integriert Instant Messenger in Profile

25. März 2009, 11:33
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Neuer Chat nimmt sich Facebook zum Vorbild

Das Social Network MySpace integriert seinen Instant Messenger künftig direkt in die Userprofile. MySpaceIM, bislang nur über den Desktop nutzbar, soll demnächst in den Browser eingebunden und von dort aus bedienbar werden, berichtet Cnet. Derzeit testet MySpace den neuen Instant Messenger mit kanadischen Nutzern in einer Beta-Version. Bald sollen weitere englischsprachige Länder einschließlich der USA hinzukommen. In den kommenden Monaten wird der neue IM dann auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar sein", sagt Mats Wappmann, Sprecher MySpace Deutschland, auf Nachfrage von pressetext. Einen browserbasierten Zugriff auf den MySpace-Chat gab es bislang nur über den Instant-Messaging-Client Meebo.

"Der neue MySpaceIM ermöglicht synchrone Kommunikation über ein eigenes Browser-Fenster"

Dass MySpace seinen Chat nun direkt in das Netzwerk einfügt, kommt verglichen mit anderen Networks gar etwas spät. Hauptkonkurrent Facebook bietet eine sehr ähnliche Instant-Messaging-Funktion schon seit langem an. Der neue MySpaceIM wird ebenso wie der Facebook-Chat aus der unteren Leiste des Browsers zu öffnen sein, kann aber auch als eigenes Extra-Fenster aufgemacht werden. Der Instant Messenger soll auch das Chatten mit Personen ermöglichen, die nicht in der persönlichen Freundesliste stehen. In den Privateinstellungen kann der Online-Status dauerhaft auf "unsichtbar" gestellt werden oder aber so eingegrenzt, dass nur jene Personen Kontakt aufnehmen können, die bereits in der Freundesliste aufscheinen. "Der neue MySpaceIM ermöglicht synchrone Kommunikation über ein eigenes Browser-Fenster. Zu den einzelnen Funktionen können im Moment noch keine weiteren Angaben gemacht werden, da die Produktentwicklung noch nicht abgeschlossen ist", sagt Wappmann gegenüber pressetext.

Aufrecht

Den alten desktopbasierten IM-Client will MySpace auch in Zukunft weiter aufrecht erhalten. Laut Unternehmen werden beide Versionen vollständig kompatibel sein. Bleibt abzuwarten, wie viele User tatsächlich von dem neuen Instant Messenger Gebrauch machen werden. Bei Facebook beispielsweise zeigte sich, dass zahlreiche Mitglieder den Chat einfach abdrehen und in dieser Hinsicht dauerhaft offline bleiben. MySpace könnte allerdings damit punkten, dass sein browserbasierter IM etwas jugendlicher und unterhaltsamer wirkt.

Grundsätzlich dürfte die Einführung des neuen Chats aber auch eine strategische Funktion erfüllen. Immerhin wurde MySpace in puncto Wachstumsraten und Mitgliederzahlen mittlerweile von Facebook ausgestochen und versucht wohl, seine Nutzer mit einigen Neuerungen zu binden bzw. deren Aktivitäten im sozialen Netzwerk anzukurbeln. Kürzlich wurden daher unter anderem auch Möglichkeiten geschaffen, Fotos auf der Seite zu bearbeiten. (pte)

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