Linux - ein Betriebssystem nur für die Armen?

25. März 2009, 11:48
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Open Source-Software ist stark im Bildungsbereich vertreten, aber die gesellschaftlichen Auswirkungen lassen noch auf sich warten

Linux und Open Source erfreuen sich im Bildungsbereich großer Beliebtheit. Immer mehr SchülerInnen und StudentInnen verwenden Produkte wie OpenOffice.org und Linux. Die Berührungsängste gegenüber der Technologie sinken allem Anschein nach mit dem Alter. Auch im Serverbereich ist freie Software ein großes Thema, aber darüber hinaus? Kostenlos und damit nichts wert? Ein Betriebssystem nur für die Armen? der braucht der gesellschaftliche Wandel seine Zeit oder hat er gar schon längst begonnen?

Antworten auf diese Fragen

ZDnet widmet sich in einem ausführlicheren Artikel einiger dieser Themen und geht der Frage nach, ob der Bedarf nach Linux mit steigenden finanziellen Möglichkeiten nach unten geht. Autor Christopher Dawson zitiert Beispiele aus seinen Schuldistrict. Hier würden OpenOffice.org, Linux und Co. einen wesentlichen Faktor darstellen. SchülerInnen werden ab der Volksschule mit den freien Produkten "aufgezogen". Fragt man nach den Gründen so hört man am häufigsten, dass im Bildungsbereich das Geld fehlt und deshalb Linux und Co. eingesetzt werden würden. Ist Linux damit wirklich nur interessant und relevant, wenn das Geld fehlt?

50 Dollar pro Rechner können zu Verzögerungen führen

Im Bildungsbereich zählen 50 Dollar an Einsparungen bei Lizenzkosten pro Rechner sehr viel. Diese Summe kann dazu führen, dass IT-Projekte aufgrund von Geldmangel auf Jahre hinaus verschoben werden. Ohne freie Software würde also auch die technologische Weiterentwicklung fehlen.

Kein Anreiz um zu wechseln?

"Die Kostenfrage ist für viele Menschen ein Anreiz zu wechseln, aber ich glaube nicht, dass es einer schlechten Wirtschaftslage oder Armut bedarf, um Linux und Open Source einzusetzen," so Dawson. "ich glaube der beste Grund Linux zu nutzen ist das riesige Software-Angebot, das kostenlos verfügbar ist. Das OpenSUSE Education Projekt ist ein großartiges Beispiel. Der mitgelieferte Desktop beinhaltet alles und reicht von Computerwissenschaftssoftware für Kinder bis hin zum Programmier-Interface für die freie Programmiersprache und Statistik-Software "R". Server-Software reicht von OpenSIS bis zu Joomla. Egal, ob man Geld hat oder nicht, die Open Source Community schafft unglaubliche Werte. Am wichtigsten ist dabei wohl das Wort "Community". Wir können über die Weltwirtschaft reden so viel wir wollen, aber es StudentInnen zu ermöglichen, ein Teil einer Community zu sein, die den technologischen Fortschritt vorantreibt, ist eine große Chance."(red)

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