Mit innovativen Mitteln heute für die Welt von morgen lernen

25. März 2009, 09:24
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Lehrerkonferenz zeigt kreative Unterrichtsideen

"Die Schule der Zukunft ist kein faszinierendes Gebäude, sondern besteht aus faszinierten Schülern. Und sie muss die jungen Menschen von heute für Jobs ausbilden, die es zum Teil noch gar nicht gibt. Eine Schlüsselrolle dabei spielt der Einsatz von Informationstechnologie", ist Franz Kühmayer, Autor der von Microsoft in Auftrag gegebenen Studie "Zukunft der Bildung", überzeugt.

Dass es dabei um mehr geht als um das Aufstellen von Computern in Klassenzimmern und die Ausstattung aller Lehrer mit Geräten, davon können sich Lehrkräfte aus ganz Europa beim derzeit in der Wiener Hofburg stattfindenden Microsoft Innovative Teachers Forum 2009 am Beispiel innovativer und kreativer Unterrichtsideen ein Bild machen.

Gefodert

Die Lehrer sind dabei freilich doppelt gefordert: Geht es um Computer- und Internetnutzung, sind ihre Schüler ihnen oft weit voraus. Gleichzeitig ist es heute nicht immer einfach, die Aufmerksamkeit der Kinder und Jugendlichen über einen längeren Zeitraum zu gewinnen. Dass interaktive Lernformen nicht nur Spaß machen, sondern auch Schüler in ihren Bann ziehen können, zeigt etwa "The Climate Mystery", ein interdisziplinäres E-Learning-Programm aus Dänemark.

Dabei handelt sich um eine Online-Umgebung für 13- bis 16-jährige Schüler, bei der die Herausforderungen des Klimawandels thematisiert werden. Die Schüler nutzen dabei soziale Netzwerke ebenso wie Chat-Rooms und Handys oder spielen am Computer Klimaszenarien durch. Ende des Jahres werden sie dabei in eine Agentenstory verwickelt, die sich um den COP15, den nächsten UN-Klimagipfel in Kopenhagen, dreht. Angebote wie diese förderten nicht nur das Wissen um ein Thema, sondern stärkten auch Kreativität, Sozialkompetenz und Teamarbeit, sagt Christian Fonnesbach von Congin, den Entwicklern der Plattform.

Spannend

Dass in Österreich derzeit eine Diskussion um das Bildungsbudget entbrannt ist, findet Kühmayer "spannend". Denn: "Bildung ist doch keine Ausgabe, sondern eine Investition." Ein höherer Bildungsgrad schlage sich nicht nur in höheren Einkommen, sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene, etwa in besserer Wettbewerbsfähigkeit eines Landes, nieder. Bildung habe nicht nur die Aufgabe des Staates zu sein, machte Microsoft-Österreich-Chefin Petra Jenner deutlich. Auch Unternehmen seien gefordert, in Public Private Partnerships ihren Beitrag zu leisten. (Karin Tzschentke, DER STANDARD/Printausgabe, 25.3.2009)

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