Keine Mehrheit in ersten drei Wahlgängen

26. März 2009, 15:48
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20-15 für den Japaner Amano – Ohne Einigung könnte der Auswahlprozess neu eröffnet werden

Die Mitgliedsstaaten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) haben sich bei einer Sondersitzung am Donnerstag nicht auf einen Nachfolger für Generaldirektor Mohamed ElBaradei einigen können.

Auch nach drei Wahlgängen erreichte keiner der beiden Kandidaten die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit von 24 Stimmen im 35 Staaten umfassenden Gouverneursrat. Am Freitag kommt der Rat zur Fortsetzung der Wahl zusammen. Sollten auch dann weder Japans IAEO-Botschafter Yukiya Amano noch Südafrikas Vertreter Abdul Samad Minty die notwendige Stimmenzahl erreichen, könnte das Rennen für weitere Kandidaten geöffnet werden.

Dem favorisierten Amano fehlten im ersten Durchgang drei Stimmen, im zweiten und dritten verlor er die Unterstützung eines Landes und kam auf je 20 Ja-Stimmen. Der vor allem von Entwicklungsländern unterstützte Südafrikaner Minty vereinigte zunächst 14, dann zwei Mal 15 Stimmen auf sich. Kein Land enthielt sich.

Laut Diplomaten war Japan kurz vor der ersten Abstimmung zuversichtlich gewesen, den eigenen Kandidaten durchzubringen. Aus Tokio war Vize-Außenminister Nobuhide Minorikawa angereist. Diplomaten sagten, es sei offen, ob es heute zu einem Ergebnis komme.  (raa/DER STANDARD, Printausgabe, 27.3.2009)

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    Shakehands der Kandidaten vor dem Match um den Chefsessel.

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    Yukiya Amano

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    Abdul Samad Minty

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