Kurzarbeit bei Schraubenhändler Würth

24. März 2009, 19:23
posten

Ein Viertel der Belegschaft - Fünf Prozent Gehaltsverzicht bei Vollzeitarbeitern

Künzelsau - Der weltgrößte Schraubenhändler Würth hat wegen rückläufiger Geschäfte für ein Viertel seiner Belegschaft in Deutschland Kurzarbeit angemeldet. Für 1.250 der 5.000 Beschäftigten zwischen Flensburg und dem Bodensee gelte ab April bis auf weiteres eine um 15 Prozent reduzierte Arbeitszeit, teilte Würth am Dienstag im schwäbischen Künzelsau mit. Betroffen seien vor allem Logistik und Teile der Verwaltung.

Alle Mitarbeiter, die nicht kurzarbeiteten, leisteten durch einen Gehaltsverzicht von fünf Prozent einen "Solidarbeitrag". Würth setzte in Deutschland zuletzt 1,1 Mrd. Euro um.

"Wir reagieren damit auf die weiterhin schwierige Wirtschaftslage, die einen großen Teil unserer Kunden in nahezu allen Geschäftsbereichen trifft", erklärte der Sprecher der Geschäftsleitung, Norbert Heckmann. "Wir stellen in den ersten drei Monaten dieses Jahres eine deutlich spürbare Kaufzurückhaltung bei unseren Kunden fest und damit verbunden auch eine rückläufige Geschäftsentwicklung bei uns."

Der zum Konzern gehörende Vorarlberger Möbelbeschlägehersteller Grass GmbH hat bereits Anfang März reagiert. Beim Arbeitsmarktservice (AMS) wurden 70 Mitarbeiter zur Kündigung angemeldet und für 800 der rund 900 in Österreich verbliebenen Beschäftigten Kurzarbeit beantragt. Grass beschäftigt zur Zeit weltweit etwa 2.000 Mitarbeiter, davon rund die Hälfte an den zwei Vorarlberger Standorten Höchst (Bezirk Bregenz) und Götzis (Bezirk Feldkirch). (APA/AP)

Share if you care.