Carnival verliert wegen Konjunkturkrise an Fahrt

24. März 2009, 16:56
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Gesamtumsatz fiel im ersten Geschäftsquartal um rund neun Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar

Miami - Der weltgrößte Kreuzfahrt-Konzern Carnival Corporation schraubt in der Flaute seine Gewinnerwartungen weiter zurück. Wegen der Konjunkturkrise musste Carnival die Ticketpreise bereits deutlich senken. Die Buchungszahlen für das laufende Jahr lägen klar unter dem Vorjahr, teilte Carnival am Dienstag in Miami mit. Zu dem US-Konzern gehören Marken wie Carnival, Princess, Cunard, Aida, Holland America und Seabourn.

Der Gesamtumsatz fiel im Ende Februar abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal um rund neun Prozent auf 2,9 Mrd. Dollar (2,15 Mrd. Euro). Der Gewinn stieg allerdings durch wieder niedrigere Treibstoffkosten, Einmalgewinne und Sparmaßnahmen um zehn Prozent auf 260 Mio. Dollar. Durch die billigeren Tickets habe die Gruppe ihre Schiffe bisher noch vergleichsweise gut auslasten können.

Carnival setzt trotz der Krise weiter auf Expansion und will bis zum Jahr 2012 für insgesamt neun Mrd. Dollar 16 neue Schiffe in seine Flotte aufnehmen. In Europa sollen allein bis Ende Mai drei neue Kreuzfahrtriesen in See stechen: die AIDAluna für 2.050 Passagiere sowie die Costa Luminosa (2.260) und die Costa Pacifica (2.990). Insgesamt hat die Gruppe 89 Schiffe mit rund 171.000 Betten unter ihrer Flagge.

Für das laufende Geschäftsjahr 2008/09 stutzte der Konzern seine Ergebnisprognose ein weiteres Mal auf lediglich noch einen Gewinn je Aktie von 2,10 bis 2,30 Dollar. Im laufenden zweiten Geschäftsquartal soll er zwischen 0,30 und 0,32 Dollar liegen und damit um bis zu fast 40 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. (APA/dpa)

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