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"Wirtschaft für Integration" nennt sich ein neuer Verein, der sich dem ökonomischen Aspekt von Zuwanderung widmen wird. "Wir sind ein Wirtschaftsverein, kein Sozialverein", hieß es bei der Präsentation. Erste konkrete Projekte sind eine Lehrredaktion in Zusammenarbeit mit der Migrantenzeitschrift "Biber" und die Förderung eines Deutschkurses speziell für Unternehmer in der Volkshochschule Ottakring. Ab Mai soll es im Begegnungszentrum "Forum Brunnenpassage" regelmäßig Diskussionsforen für Manager und Unternehmer geben, um die Netzwerkbildung zu fördern.
Initiiert wurde der Verein von Ali Rahimi, Wiener Unternehmer mit Geburtsort Teheran und Georg Kraft-Kinz, Vorstandsdirektor der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien. Gemeinsam mit der Geschäftsführerin des Vereins, der gebürtigen Bulgarin Zwetelina Damjanova, erläutern die drei im Gespräch mit Hans Rauscher ihre Vorhaben.
Deutschkurse
"Der Verein soll Unternehmer und Unternehmerinnen dabei unterstützen, ihre eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und ihre Chancen zu nützen", erklärt Kraft-Kinz. Konkret wolle man etwa Deutsch-Kurse für Unternehmer anbieten. Geschäftsführerin Damjanova: "Es gibt natürlich Unternehmer, die bereits Deutsch können, aber je besser sie Deutsch sprechen, umso leichter ist es aus einem Ghetto rauszukommen. Um nicht nur in der Community ihre Produkte zu bewerben, sondern auch österreichische Kunden anzusprechen."
Jede fünfte Unternehmensleitung mit Migrationshintergrund
Auch Rahimi verweist auf die Wichtigkeit der Sprache und betont, dass der Verein sich nicht nur an Migranten wendet, sondern auch - wie zum Beispiel mit der Lehrredaktion - an alle: "Uns ist das Miteinander sehr wichtig." Der Verein will sich "gegen Parallelwelten" stellen, um eben dieses Miteinander zu schaffen, ergänzt Kraft-Kinz. Die Wirtschaft soll durch Initiativen motiviert werden, diesen neuen Zugang zu unterstützen. Denn schließlich werde bereits jetzt jedes fünfte Unternehmen von einem Chef oder einer Chefin geleitet, dessen Familie oder er selbst Migrationshintergrund hat.
Mitglieder gesucht
Der Verein sucht noch weitere Unternehmen, die sich daran beteiligen wollen (Kontakt über info@vwfi.at). Jeweils ein Unternehmen soll dabei ein konkretes Projekt unterstützten. Die Perspektive von fünf Jahren ist für Kraft-Kinz ein Horizont, um erste Erfolge erreicht zu haben, denn "Integration benötigt Zeit". (rasch, derStandard.at, 25.3.2009)
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Denn schließlich werde bereits jetzt jedes fünfte Unternehmen von einem Chef oder einer Chefin geleitet, dessen Familie oder er selbst Migrationshintergrund hat.
:-))) Ja klar, viele - speziell männliche Migrationshintergründler - wollen schlicht und einfach nur Scheff werden und sei es der einen weiteren Kebab-Bude.
ob sie aus dem Ghetto heraus wollen geschweige ob sie Deutsch lernen wollen ?
Habe nicht den Eindruck das die deutschresistenten StaatsbürgerInnen nach Jahrzehnten der Möglichkeit sich zu integrieren plötzlich ihre Liebe zu Topfengolatschen und Powidldatschkerl entwickeln . Die lieben ihre Ghettos weil sie Kopien ihrer Heimatländer sind (siehe Brunnenmarkt).
Aber klar, die "Wirtschaft" braucht Sklaven die ihre Sprache verstehen also warum nicht das "Gute" mit dem Angenehmen verbinden ...
Wer in New York war, der weiß, dass sich Ethnien immer wieder zusammenrotten und gern unter sich bleiben - ob Italiener, ob Asiaten, ob Afro -Amerikaner, ob Russen, ob Mexikaner, ob Pazifik-Insulaner. Dieser österreichische Deutschkurs - Fimmel ist in puncto Assimilation für die Katz.
Sehr geehrter Herr Rauscher!
Die Damen und Herrn reden hier fälschlicherweise von Ghettos in Wien. Anscheinend jedoch wissen Sie es selbst auch nicht besser und bezeichnen ebenfalls Gebiete in Wien als Ghettos. Aus Sicht der Stadtforschung gibt es in Wien keine Ghettos. Lesen Sie Louis Wacquant für einen guten Einblick. Unreflektiertes nachplappern von Begriffen die fälschlicherweise auf fremde Kontexte übertragen werden ist sowohl wissenschaftlich als auch politisch äußerst bedenklich. Bitte mehr Qualität als Quantität..
Ab Sommer, vielleicht Herbst, ziehe ich aus meiner 35m2 Wohnung, Gasetagenheizung, Dusche und Klo, günstige Miete, aus.
Bei ihrer Feldforschung können sie auch ergründen, warum in den meisten Lokalen hier, die Leute zum reden aufhören, wenn Sie das Lokal betreten und sie eine halbe Minute lang anstarren.
Gerne überlasse ich ihnen auch meinen Spitznamen im Haus: ''der Österreicher''.
Es ist an sich eine friedliche Gegend, also sie werden auch nicht angepöbelt oder so. Die Postkästen sind halt permanent aufgerissen.
Da die Kaufkraft gering ist, gibt es in der Umgebung halt nix, keine Geschäfte oder so. Kulturelles Angebot Null.
Milchausborgen ist sprachlich nicht möglich, sofern ihnen überhaupt die Tür geöffnet wird.
Bitte ihre email!
Bitte schicken Sie mir ein email! Es ging in meinem Posting um den Begriff Ghetto, und inwiefern der inadequat ist. Nicht mehr und nicht weniger...deshalb kann ich auch ihre Aufregung nicht ganz nachvollziehen :-) Ein Ghetto hat ganz bestimmte Eigenschaften und kausale Hintergründe die auf kein Gebiet in Wien zutreffen! Aber ich bin sehr interessiert an ihren Eindrücken aus dem Wiener Alltag!!! Immer her damit! patchbay.soundproductions (AT) gmx.net
Wir könnten uns vermutlich sehr gescheit über Migration unterhalten und ob ''Ignorieren'' schon als Form der Gewalt durchgeht, oder einfach nur lästig im Alltag ist.
Das ist hier kein ''lebendiges'' Viertel mit pittoresken Märkten. Das ist eine tote Gegend, mit bildungsfernen Menschen, die sich nach außen hin abschotten.
Zum Stimmungsbild gehören auch die ''Österreicher'', die mit hasserfülltem Blick in der Strassenbahn auf die ''Ausländer'' starren.
Mich würde wirklich interessieren, wieviele welt-offene, sensible, humorvolle Menschen hier tatsächlich gerne wohnen würden.
Und wenn ich mir die Wahlergebnisse in den einezelne Bezirken so ansehe, dann glaube ich, die wohnen alle woanders und geben gute Tips ; 0 )
ja, ich finde auch dass teilnehmende beobachtung in den methodenkoffer jedes sozialwissenschaftlers gehört :) obwohl mir bei roland girtler gleich ein heroisch von seiner "golden card" für Wr. Borde-um zensur zu vermeiden-lle erzählender Typ einfällt..die ihn zu was auch immer berechtigt...vielleicht weiß ja der herr horngacher mehr dazu :) zwei dinge die mir noch auf der zunge liegen...1) wenn sie anscheinend doch einen Bezug zu Sozialwissenschaften haben sollte ihnen ja ihre Wohnsituation wie ein Paradies vorkommen? Feldforschung jeden Tag ohne Anreise : )?
2) Da Sie Meth. d. emp. Sozialforschung hier propagieren müssten Sie doch auch ein Interesse daran haben dass die outcomes von sozialwissenschaftlichen Studien auch richtig gedeutet und angewendet werden? Es mag gute Gründe geben den Ghettobegriff wie er derzeit, auf Basis von Studien, verwendet wird neu zu definieren. Aber einfach übertragen auf Kontexte die nicht passen leugnet den Mehrwert den Research über das Thema bereits gebracht hat..also..entwedet oder..wenn Sie für Methoden plädieren, müssen Sie auch bei Begriffen und Studienergebnissen differenzieren ...
Ja stimmt, ich finde teilnehmende Beobachtung auch eine notwendige Methode im Methodenkoffer jedes Sozialwissenschaftlers : ) Obwohl, bei Roland Girtler fällt mir sofort wieder ein Bild von einem heroisch von seiner "Golden Card" für alle Wiener Bordelle erzählenden Typen ein...die ihn was weiß ich wozu ermächtigt... Vielleicht weiß da ja der Horngacher mehr drüber : )
Zwei Dinge die mir noch auf der Zunge liegen:
1) Da sie ja anscheinend einen Bezug zu Sozialwissenschaften haben - insofern Sie sich auf Girtler beziehen - müsste ihre Wohnumgebung ja das reinste Paradies für Sie sein? Jeden Tag Feldforschung ohne Anreise? Schreiben Sie ihre Erfahrungen doch auf..oder mir per mail :)
2) folgt im nächsten posting
Jetzt muss man nur noch etwas vergleichbares wie den britischen "Equal Opportunities Employer" ins Leben rufen, also die Oe Betriebe dazu anhalten, Einwanderer nicht zu diskriminieren, wenn sie die gleichen Voraussetzungen mitbringen wie die Hiesigen (z.B. gute Deutschkenntnisse).
Denn nur dann haben die Leut auch was davon, wenn sie sich die Muehe machen, deutsch zu lernen. Ich bezweifle, dass sich sonst wer Deutschkurse antut.
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