Zusammenstöße nach Marsch von Extremisten

24. März 2009, 15:26
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Polizei: Drei Festnahmen und 28 Leichtverletzte in arabischer Stadt Umm al-Fahm - Knesset-Abgeordneter unter Verletzen

Tel Aviv - Bei einem Marsch jüdischer Extremisten in der größten arabischen Stadt Israels ist es am Dienstag zu Ausschreitungen gekommen. Ein Polizeisprecher sagte, arabische Einwohner der Stadt Umm al-Fahm hätten Steine und Blöcke auf Polizisten geworfen, die sie von den jüdischen Demonstranten fernhielten. Die Polizei habe daraufhin Tränengas und Blendgranaten gegen die aufgebrachten Einwohner eingesetzt. Drei arabische Demonstranten seien festgenommen worden. Nach Angaben von Sanitätern wurden 28 Menschen verletzt. Laut der israelischen Tageszeitung befand sich auch der Knesset-Abgeordnete Ilan Ghilon von der kleinen, linksgerichteten Meretz-Partei unter den Demonstranten. Ghilon soll verletzt worden sein.

Die Gegendemonstranten erreichten, dass die jüdischen Demonstranten die geplante Route ihrer Kundgebung abändern mussten. Die mit zwei Bussen angereisten Extremisten pochten auf ihr Recht, überall in Israel demonstrieren zu können. Sie werfen den arabischen Israelis vor, aufseiten der Palästinenser zu stehen und sich gegen ihren eigenen Staat zu wenden. Umm al-Fahm gilt als Hochburg nationalistischer, arabischer Israelis sowie als Bastion des Islamismus in Israel. (APA/dpa)

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    Der Rechtsextremist Baruch Marzel führte den Marsch durch die von israelischen Arabern bewohnte Stadt Umm al-Fahm an.

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