Evonik kämpft gegen die Wirtschaftskrise

24. März 2009, 11:22
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Der deutsche Mischkonzern meldete bereits für 3.000 Mitarbeiter Kurzarbeit an und startet ein massives Sparprogramm

Essen - Der deutsche Mischkonzern Evonik will sich mit einem umfangreichen Sparprogramm gegen die weltweite Wirtschaftskrise wappnen. Bis 2012 sollen jährlich 500 Mio. Euro eingespart werden. Schon jetzt hat Evonik für rund 3.000 Mitarbeiter in Deutschland Kurzarbeit angemeldet. "Dies soll dazu beitragen, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden", teilte der Konzern am Dienstag bei der Bilanzvorlage in Essen mit. Für 2009 erwartet Evonik einen deutlichen Umsatzrückgang und dementsprechend negative Folgen für das operative Ergebnis (EBITDA).

Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnete der Konzern noch ein Umsatzplus von zehn Prozent auf 15,87 Mrd. Euro - das EBITDA sank jedoch um drei Prozent auf 2,17 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis fiel wegen starker Sonderbelastungen sogar um 67 Prozent auf 285 Mio. Euro.

Insgesamt habe sich Evonik 2008 in einem schwierigen Umfeld aber gut behauptet, sagte der neue Vorstandschef Klaus Engel: Die ersten zehn Monate seien mit spürbar verbesserten Ergebnissen sehr erfolgreich gewesen. Seit November sorge aber der Einbruch wichtiger Märkte für heftigen Gegenwind. Auch für 2009 rechne man nicht mit einer schnellen Verbesserung des Umfelds.

Im Zuge des Sparprogramms soll unter anderem die Infrastruktur an weltweit mehr als 100 Standorten optimiert und die Effizienz in der Produktion nachhaltig gesteigert werden. Wegen des weltweiten Nachfrageeinbruchs sei die Produktion bereits deutlich zurückgefahren worden, einzelne Anlagen wurden abgestellt. Die Investitionspläne wurden zurückgefahren: Insgesamt belaufe sich dieses Budget nun auf knapp 1 Milliarde Euro. (APA/AP)

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