EU untersucht Lebend-Rupfung von Gänsen für Daunenprodukte

24. März 2009, 11:08
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Anfang Februar Skandal in Schweden nach TV-Bericht über Produktionsmethoden in Ungarn, Polen und China

Die EU-Kommission will die Praxis des Rupfens von Gänsen bei lebendigem Leib für die Daunenproduktion unter die Lupe nehmen. Eine entsprechende Zusage erhielt der schwedische Agrarminister Eskil Erlandsson am Montag in Brüssel. Anfang Februar hatte ein Bericht des Senders TV4 über derartige Methoden in Osteuropa sowie den Verkauf entsprechender Federn- und Daunenprodukte in Schweden für Empörung und heftige Diskussionen gesorgt.

Einige schwedische Handelsketten nahmen daraufhin bestimmte Daunenprodukte aus dem Sortiment, andere wie der Möbelriese Ikea kündigten zumindest an, ihre Lieferanten im Hinblick auf die Produktionsweise der Gänsefedern zu kontaktieren. TV4 hatte mit versteckter Kamera gefilmte Bilder von der Lebend-Rupfpraxis in Agrarbetrieben in Südungarn, Polen sowie in China gezeigt.

Erlandsson zeigte sich über die Brüsseler Zusage erfreut. Der schwedische Minister sah darin eine "eindeutige Erklärung" der Kommission, wonach das Rupfen lebenden Geflügels gegen die gemeinsamen Tierschutzregeln der EU verstoße. (APA)

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