8.000 Senioren sterben jährlich in der EU im Straßenverkehr

24. März 2009, 10:16
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Bereits jetzt ist europaweit jedes fünfte Unfallopfer im Straßenverkehr über 65, schon 2050 wird es - der demographischen Entwicklung entsprechend - jeder Dritte sein

Mehr als 8.000 Senioren pro Jahr sterben auf den Straßen der Europäischen Union. Dies ermittelte eine aktuelle Studie des Allianz Zentrums für Technik. Bereits jetzt ist europaweit jedes fünfte Unfallopfer im Straßenverkehr über 65, schon 2050 wird es - der demographischen Entwicklung entsprechend - jeder Dritte sein. In Österreich wird vor allem der innerstädtische Autoverkehr für ältere Menschen überdurchschnittlich oft zur tödlichen Gefahr, so die Alianz Versicherung am Dienstag in einer Aussendung.

"Im EU-Durchschnitt ist das Risiko für Ältere im Straßenverkehr um 16 Prozent höher als für jüngere Verkehrsteilnehmer", so die Allianz Studie. Österreich liegt dabei im europäischen Schnitt, auffallend allerdings: Die Todesrate älterer Autofahrer ist - anders als in den meisten Ländern - deutlich höher als jene der Fußgänger. Und knapp zwei Drittel der getöteten Senioren sind Männer, nur ein Drittel Frauen.

Großbritannien, Schweden, Deutschalnd am sichersten

Im Europavergleich leben Senioren vor allem in den baltischen Staaten, Polen und Griechenland im Straßenverkehr gefährlich, in Großbritannien, Schweden und Deutschland dagegen am sichersten. Die deutlichsten Verbesserungen im vergangenen Jahrzehnt realisierte Portugal.

Unfälle der Generation 65 plus passieren in Österreich insbesondere innerhalb von Städten viel häufiger, als dies andere Altersgruppen trifft. Öfter als sie Schäden verursachen, sind Senioren dabei aber die Opfer von Verkehrsunfällen, betont die Allianz Untersuchung. Die Hebung der Seniorensicherheit auf Europas Straßen sei damit ein Gebot der Stunde. (APA)

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