Lawinengefahr in Tirol und Vorarlberg

24. März 2009, 09:40
posten

Schnee bis in die Niederungen und erhebliche Lawinengefahr der Stufe drei - Neuschnee auch in Niederösterreich

Der Winter hat in Vorarlberg noch einmal ein kräftiges Lebenszeichen gegeben. Nach 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee und stürmischem Wind in der Nacht herrschte am Dienstag oberhalb von 1.600 bis 1.800 Meter erhebliche Lawinengefahr der Stufe 3 auf der fünfstufigen Gefahrenskala. Auf den höher gelegenen Straßen galt Schneekettenpflicht für Schwerfahrzeuge.

Eine Kaltfront brachte in Vorarlberg in der Nacht auf Dienstag Schnee bis ins Rheintal. Im Tagesverlauf sollte es wiederholt schneien, laut Landeswarnzentrale könnten bis Mittwoch früh noch einmal 30 bis 40 Zentimeter Neuschnee hinzukommen. An Gefahrenstellen waren Lawinenauslösungen bereits durch einzelne Wintersportler möglich.

Über den Arlberg-Pass (Arlberg-Straße L197), auf der Lechtal-Straße (L198), der Bregenzerwald-Straße (L200) zwischen Schoppernau und Warth und der Faschina-Straße (L193) zwischen Au und Damüls mussten die Lkw-Chauffeure Schneeketten montieren. Für den Riedbergpass (Balderschwanger Landesstraße L5) bestand generell Kettenpflicht. 

Wieder erhebliche Lawinengefahr in Teilen Tirols

Auch in Teilen Tirols ist nach dem neuen Wintereinbruch am Dienstag die Lawinengefahr wieder auf "erheblich" angestiegen. Auf einigen höher gelegenen Straßen bestand in den frühen Morgenstunden Kettenpflicht. Die Autobahnen waren salznass.

Am ungünstigsten waren die Verhältnisse im Arlberggebiet und im Außerfern bei allgemein erheblicher Lawinengefahr. Ansonsten herrschte in Nordtirol sowie den Osttiroler Tauern oberhalb etwa 2.000 Metern erhebliche, darunter mäßige Gefahr. Im südlichen Osttirol war die Gefahr oberhalb etwa 1.800 Meter mäßig, darunter als gering einzustufen.

Die Hauptgefahr ging von kürzlich entstandenen Triebschneeansammlungen aus, warnten die Experten des Landes. Diese seien oberhalb von etwa 2.000 Metern durch Wintersportler leicht auszulösen. Lawinen können dabei mitunter auch großes Ausmaß annehmen.

Spitzenreiter beim Schneefall war das Außerfern und die Arlbergregion mit 20 bis 30 Zentimeter. Im übrigen Nordtirol schneite es meist zwischen zehn bis 15 Zentimeter, in Osttirol um fünf Zentimeter.

Neuschnee in weiten Teilen Niederösterreichs

Trotz des kalendarischen Frühlings hat es in der Nacht auf Dienstag auch in weiten Teilen Niederösterreichs wieder Neuschnee gegeben. Im Waldviertel sind es laut Landespressedienst bis zu 15 Zentimeter gewesen. Bis zu zehn Zentimeter wurden aus dem Most- und Industrieviertel gemeldet.

Verkehrsbehinderungen gab es durch den Neuschnee nicht. Ab etwa 500 Metern Seehöhe musste jedoch mit "nassen bis matschigen Fahrbahnen" gerechnet werden, so der Landespressedienst. (APA)

Share if you care.