Weiterer Anlauf von Gerlinde Kaltenbrunner

24. März 2009, 13:01
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Die Alpinistin bricht zum dritten Mal auf, um den Lhotse zu besteigen - Der Berg könnte ihr zwölfter Achttausender werden

Wien - Zum dritten Mal visiert die oberösterreichische Bergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner den Himalaya-Riesen Lhotse (8.516 m) in Nepal an. Nach zwei gescheiterten Versuchen hofft sie diesmal auf Gipfelglück. Gemeinsam mit ihrem deutschen Ehemann Ralf Dujmovits und zwei weiteren Alpinisten bricht die 38-Jährige am kommenden Sonntag ins höchste Gebirge der Welt auf. "Ich freue mich drauf, da wieder hinzugehen", so Kaltenbrunner. Es wäre ihr zwölfter Achttausender.

Der Lhotse ist für Kaltenbrunner und Dujmovits kein Unbekannter: 2006 wurden die Gipfel-Hoffnungen des Bergsteiger-Ehepaares nur knapp 100 Meter unterhalb der Bergspitze im zu tiefen Neuschnee begraben. Im vergangenen Jahr war wegen zu großer Kälte bei rund 8.150 Metern Schluss.

Den Lhotse im Alpinstil

Insgesamt besteht das Team diesmal aus vier Personen: Kaltenbrunner und Dujmovits werden vom deutschen Bergsteiger und Kameramann David Göttler sowie vom Japaner Hirotaka Takeuchi begleitet. Das Quartett will den Lhotse im Alpinstil - also ohne Fixseile, künstlichen Sauerstoff und Hochträger - besteigen, kein einfaches Unterfangen. "Er ist schon ein anspruchsvoller Berg. Allerdings ist es bis auf 7.600 Meter derselbe Aufstieg wie auf den Everest. Da werden bestimmt wieder sehr viele Leute unterwegs sein. Erst obendrüber wird es richtig einsam", so Kaltenbrunner.

Die Alpinistin Kaltenbrunner könnte die erste Frau sein, die alle 14 höchsten Berge der Welt bestiegen hat. Auch gut im Rennen um diesen Titel ist die italienische Alpinistin Nives Meroi, sie brach am 15. März ebenso zu ihrem zwölften Achttausender auf, den 8.586 Meter hohen Kangchenjunga in Nepal. (APA, red)

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    Die Alpinistin Kaltenbrunner könnte die erste Frau sein, die alle 14 höchsten Berge der Welt bestiegen hat.

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