Verdächtiger ist Rechtsextremer

25. März 2009, 11:32
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Mutmaßlicher Täter will zur Tat nichts sagen - Opfer erlag Kopfverletzungen - Ausgeforscht wurde der Verdächtige durch Aussagen von Taxifahrern, die unweit des Tatorts ihren Standort haben

Wien - Nachdem in der Wiener Rotenturmstraße die Leiche eines Mannes gefunden wurde, gibt es nun einen Verdächtigen: Der mutmaßliche Täter, offenbar ein mehrmals vorbestrafter Rechtsextremer,  sei von mehreren Zeugen identifiziert und am Dienstagin seiner Wohnung verhaftet worden.

22-Jähriger will nur mit dem Richter reden

Bei seiner Einvernahme durch die Polizei gab der 22-jährige mutmaßliche Täter an, stark alkoholisiert gewesen zu sein. Über das Motiv wollte er nichts sagen und "nur mit dem Richter reden". Genauso wenig wollte er sich darüber äußern, wie der Mann zu Tode kam.

Nicht restlos geklärt ist auch am Mittwoch die Identität des Opfers. Es dürfte sich um einen 53-jährigen Mann handeln, der im 3. Wiener Bezirk wohnt. Offenbar ist aber noch kein Gespräch mit Angehörigen erfolgt. Täter und Opfer dürften sich kurz vor der Tat zufällig über den Weg gelaufen sein. Der 22-jährige mutmaßliche Täter wird der rechten Szene zugeordnet, seine Attacke soll laut Polizei aber nicht politisch motiviert gewesen sein.

Weitere Zeugen müssen noch einvernommen werden. Auch Begleiter des 22-Jährigen, die während der Tat in einem Lokal im Ausgehviertel "Bermuda Dreieck" saßen.

Schwere Kopfverletzungen

Der Vorfall ereignete sich am Dienstag gegen 4.30 Uhr in der Rotenturmstraße in der Wiener Innenstadt. Das Opfer wurde bei der Auseinandersetzung dermaßen schwer verletzt, dass es tot auf dem Gehsteig in der Rotenturmstraße liegen blieb. Das Opfer wurde leblos unter einem Baugerüst gefunden.Wie das Obduktionsergebnis zeigte, ist der Mann an massiven Schädelverletzungen gestorben. Außerdem hatte er Rippenbrüche erlitten.

Ausgeforscht wurde der Verdächtige aufgrund der Aussagen von Taxifahrern, die unweit des Tatorts ihren Standort haben. (APA)

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