Friedensabkommen zwischen Regierung und Rebellen

23. März 2009, 21:33
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Umwandlung der Rebellengruppe "Nationalkongress zur Volksverteidigung" (CNDP) in politische Partei

Goma - Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo hat mit den Rebellen vom Nationalkongress zur Volksverteidigung (CNDP) einen Friedensvertrag geschlossen. Beide Parteien unterzeichneten das Abkommen am Montag in der Stadt Goma im Osten des zentralafrikanischen Landes. Der Friedensvertrag sieht die Umwandlung der Rebellengruppe in eine politische Partei, die Freilassung von inhaftierten Rebellen sowie eine Amnestie-Regelung für CNDP-Mitglieder vor.

Im August des vergangenen Jahres waren in der ostkongolesischen Provinz Nord-Kivu die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen wieder aufgeflammt. Der damals von General Laurent Nkunda angeführte CNDP brachte einen großen Teil von Nord-Kivu unter seine Kontrolle, 250.000 Menschen wurden nach Schätzungen von Hilfsorganisationen in die Flucht getrieben. Im Januar liefen allerdings mehrere ranghohe Kommandeure der Rebellen zur Regierungsarmee über, Nkunda wurde kurz darauf im Nachbarland Ruanda festgenommen. Seitdem hat sich die Situation in Nord-Kivu wieder beruhigt. (APA)

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