Der Fall Mayer

23. März 2009, 18:23
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Februar 2002: Während der Olympischen Spiele in Salt Lake City werden in einem Quartier der österreichischen Langläufer leere Blutbeutel und Infusionsbestecke gefunden. Walter Mayer ist nordischer Direktor für Biathlon und Langlauf im ÖSV.

Mai 2002 Das IOC sperrt Mayer für die Spiele 2006 (Turin) und 2010 (Vancouver).

Mai 2003 Die FIS sperrt Mayer lebenslang für sämtliche FIS-Veranstaltungen.

November 2003: Mayer klagt die FIS vor einem ordentlichen Gericht und darf laut einstweiliger Verfügung wieder als Trainer arbeiten.

April 2004: Mayer wird vom ÖSV als Cheftrainer für Langlauf und Biathlon eingestellt.

Dezember 2005 Das Innsbrucker Arbeitsgericht hebt die FIS-Sperre gegen Mayer auf.

Februar 2006 Mayers Anwesenheit bei den Winterspielen in Turin trotz IOC-Sperre führt zu einer Anti-Doping-Razzia in den Privatquartieren der Langläufer und Biathleten. Geräte und Substanzen, die für Blutdoping geeignet sind, werden beschlagnahmt. Mayer flüchtet mit dem Auto, widersetzt sich in Kärnten alkoholisiert einer Polizeikontrolle und verursacht einen Autounfall. Er wird später als zu diesem Zeitpunkt unzurechnungsfähig eingestuft und geht straffrei aus. Der ÖSV entlässt Mayer fristlos.

Juli 2007 Der ÖSV schließt Mayer auf Lebenszeit aus.

März 2009 Mayer wird fünf Tage nach seinem ersten Interview zu den Turiner Vorkommnissen (Kleine Zeitung), in dem er Doping bestreitet, unter dem Verdacht der Weitergabe von Dopingmitteln in der Steiermark verhaftet. Die Polizei führt im Haus von Mayers Lebensgefährtin Eva-Maria Gradwohl eine Hausdurchsuchung durch. (red - DER STANDARD PRINTAUSGABE - 24.3. 2009)

 

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