Zardari bittet USA und Großbritannien um Hilfe

23. März 2009, 15:22
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Präsident: "Die Taliban werden keinen Teil meines Landes kontrollieren" - Pakistanische Soldaten zerstören Waffenlager

London/Quetta - Der pakistanische Präsident Asif Ali Zardari hat die USA und Großbritannien zu mehr Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus aufgerufen. Die Demokratie sei ein Teil der Lösung, aber "der zweite Teil der Lösung sind Sie, also bitte geben Sie uns die Hilfe, die wir brauchen", antwortete Zardari am Montag in einem Interview mit dem britischen Sender Sky News auf die Frage, welche Botschaft er US-Präsident Barack Obama und dem britischen Premierminister Gordon Brown übermitteln wolle. Solange Pakistan "nicht einen Dollar" erhalte, habe sein Land nicht die Mittel, um zu kämpfen.

Zardari wies zugleich Berichte zurück, nach denen die islamistischen Taliban Teile des pakistanischen Grenzgebiets zu Afghanistan kontrollieren. "Die Taliban werden keinen Teil meines Landes kontrollieren", sagte Zardari. Er stimme auch nicht mit westlichen Geheimdiensten überein, denen zufolge Pakistan eine größere Bedrohung für die Stabilität der Welt darstellt als Afghanistan.

Unterdessen zerstörten pakistanische Soldaten am Montag in der südwestpakistanischen Provinz Baluchistan zwei Waffenlager von Aufständischen. Eine große Zahl an Waffen, Raketen und Sprengstoff sowie Kommunikationsgeräte seien gefunden worden, sagte ein Sprecher der paramilitärischen Sicherheitskräfte. Im Februar war in dem Gebiet ein US-Bürger entführt worden, der für das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR arbeitete. Rebellen in Baluchistan gaben an, ihn in ihrer Gewalt zu haben. (APA)

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    Bittet um Hilfe: Präsident Zardari

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