Rüstungsindustrieller Dassault soll Stimmen gekauft haben

23. März 2009, 15:03
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Senator soll vor Kommunalwahl Bargeld verteilen haben lassen - Wahlwiederholung möglich

Paris - In Frankreich steht der Rüstungsindustrielle und konservative Senator Serge Dassault unter Verdacht des Stimmenkaufs. Kurz vor den Kommunalwahlen soll in seinem Auftrag Bargeld verteilt worden sein. Das berichtete die Zeitung "Le Parisien" am Montag unter Berufung auf neue Zeugenaussagen.

Einer der Zeugen erklärte demnach, 4.000 Euro erhalten zu haben, um 25 unentschiedene Wähler zu beeinflussen. Am Mittwoch soll die Justiz entscheiden, ob die Wahl in der Stadt Corbeil-Essonnes südlich von Paris wiederholt werden soll. Ein kommunistischer Abgeordneter war nach einer ersten Runde vor Gericht in Berufung gegangen.

Ein Berater von Dassault kündigte an, die Zeugen wegen Diffamierung anzuzeigen. Der 83-Jährige ist seit 1995 Bürgermeister von Corbeil-Essonnes. Unter dem Dach von Dassault werden unter anderem Rafale-Kampfjets und Falcon-Geschäftsjets hergestellt. Auch die regierungsnahe Zeitung "Le Figaro" gehört der Dassault-Gruppe. (APA/dpa)

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    Serge Dassault unter Verdacht

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