Psybot

Hundertausend private Router für Botnet gekapert

riegler, 23. März 2009, 15:08

Psybot soll es als erster Wurm nicht auf Windows-PCs, sondern Router mit Embedded Linux abgesehen haben

Wurm Psybot soll hundertausend Router gekapert und zu einem Botnet zusammengeschaltet haben, wie DroneBL berichtet. Demnach sei die Website zum Monitoring ausnutzbarer IP-Adressen selbst Opfer eines DDoS-Angriffs des Botnetzes geworden. Es soll sich dabei um das erste Botnet handeln, das nur aus Routern und DSL-Modems bestanden hat. Üblicherweise werden Computer mit Windows gekapert und als Zombie-PCs zusammengeschaltet.

Brute Force und schweres Sicherheitsleck

Psybot soll sich mit Brute-Force-Attacken, bei denen Kombinationen aus Passwort und Login ausprobiert werden, Zugriff auf die Router verschafft haben. Wie heise unter Berufung auf Terry Baume berichtet, sei unter anderem das DSL-Modem Netcomm NB5 betroffen, auf dem Embedded Linux zum Einsatz kommt. In einer älteren Version der Firmware sei zuvor eine Lücke entdeckt worden, über die das Web-Interface und der SSH-Zugang ungeschützt über das Internet erreichbar waren.

Wieder deaktiviert

Die Lücke sei mit einer neuen Firmware-Version gestopft worden. Es sei aber zu bezweifeln, dass alle privaten User dieses Update auch installiert haben. Psybot konnte auf infizierten Routern zudem nach verwundbaren phpMyAdmin- und MySQL-Server suchen. Inzwischen soll das Bot-Netz nach Angaben des Betreibers wieder deaktiviert worden sein. (red)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 34
1 2
AlBundyFan
 
20
24.3.2009, 09:11
naja - kein wunder

bei chello zb. ist es ganz einfach sich zugang zum router zu verschaffen.
lächerlich auch das standard-passwort "admin" das wahrscheinlich 99% der benutzer nicht zu ändern imstande sind.

da muß man schon selbst ein paar einstellungen am router tätigen, damit da nichts schiefgeht.

seatibiza
00
24.3.2009, 15:03
weil es bei chello

auch einen router gibt.....
höchstens ein kabelmodem mit wlan funktion und die zu konfigurieren ist dem kunden seine sache. zumindest was die absicherung angeht. übrigens, kauf mal im laden einen router....die haben alle admin - password, admin admin oder sowas als zugangsdaten.

AlBundyFan
 
00
24.3.2009, 15:52
mein chello-kabelmodem

ist auch gleichzeitig router.... ich hab auch meinen vorher besessenen router aus dem verkehr genommen weil dessen arbeit jetzt vom chello-ding übernommen wird.

hängt wahrscheinlich auch vom produkt ab, das man von chello erwirbt. bis dezember hatte mein altes kabelmodem keine router-funktion.

die gekauften router:wer sowas selbst kauft,der weiss normalerweise warum er das ding braucht und weiss auch um die einstellungsmöglichkeiten.
dau-user die außer "mein netzwerkkabel gehört da reingesteckt" keine ahnung haben, werden aber auch das admin-password nicht ändern weil sie nichtmal wissen,daß sowas wie eine web-adminoberfläche überhaupt gibt.

so go
00
15.4.2009, 18:53

99% aller (Modems inkl.) Router lassen sich aber "by default" nicht übers externe Netz ansteuern. Das restliche Prozent ist menschliches Versagen...

Hier eine weitere "Untersuchung":
http://www.adam.com.au/bogaurd/PSYB0T.pdf

NoComment
00
24.3.2009, 09:06
phpMyAdmin und MySql

aha, das erklärt die deutlich erhöhten zugriffe in den weblogs meiner server auf die nicht vorhandenen phpMyAdmin- und mySql-URLs in den letzten tagen :-)

elchtester
31
24.3.2009, 07:43

"...sei unter anderem das DSL-Modem Netcomm NB5 betroffen, auf dem Embedded Linux zum Einsatz kommt. In einer älteren Version der Firmware sei zuvor eine Lücke entdeckt worden, über die das Web-Interface und der SSH-Zugang ungeschützt über das Internet erreichbar waren. "


jössas, und ich dachte immer linux sei viel sicherer als windows, auf nix is mehr verlass!

Davidoff et cetera
06
23.3.2009, 23:07

nach angaben des betreibers?

Wennso Weitergeht...
20
23.3.2009, 18:58

ziemlich witzig dass auf dem router phpmyadmin und mysql rennt
wieso is das drauf?

xray -
00
23.3.2009, 19:32

nein die router können mit dem wurm danach suchen.

mit_abstand
01
24.3.2009, 00:41

auch falsch.. der wurm sucht mit den routern danach.
;)

PatriotInnen sind IdiotInnen
12
23.3.2009, 16:02

Tja ... was solls, ich seh das ja selbst immer wieder wenn ich in der Umgebung mal ein offenes Wlan benutze...99% von solchen Wlans haben ein Admin-Interface mit default-Login ...
Und bei den reinen Home-dsl/cabel-Routern wird das vermutlich noch viel schlimmer sein weil dort noch weniger Bewusstsein herrscht ("wieso, das steht doch bei mir in der Wohnung, da kann eh keine/r dran"). Ich finds zwar krass wenn in den default-Einstellungen eines Home-Routers Web- und/oder SSH-Interface nach aussen offen sind aber mit sowas muss mensch wohl rechnen ...

a z
33
23.3.2009, 20:06

Ist halt wie im „richtigen“ Leben. Ich hab mein Haus auch ganz selten verschlossen.
Andere bauen noch Stacheldraht und Elektrozaun herum.
Wenn jeder einfach ins W-Lan könnte, seine Sachen erledigt (und nicht in erster Linie ganz fuchtig alles ausprobiert was so geht um dann die Blödheit des anderen zu belächeln) wäre alles kein Problem.

werner b.
00
10.4.2009, 00:23

Interessant. Und wie erklären sie das ihrer Versicherung, dass sie nach einem Einbruch ohne Einbruchsspuren den entstandenen Schaden ersetzt haben wollen? Oder haben sie keine Versicherung?

Mathias
 
00
24.3.2009, 13:35
Andere bauen noch Stacheldraht und Elektrozaun herum.

1961 wurde ein todsicheres System entwickelt, entkommen daraus war fast unmöglich, nur durch ganz kleine Sicherheitslücken... aja man nannte es damals noch DDR ;-)

PS: Router bzw. Netzwerkhardware absichern ist prinzipiell nichts anderes, als die Haus- bzw. die Autotüre abzuschliessen.

a z
10
24.3.2009, 16:47

Ach und die haben seit damals ein Exklusivrecht auf Stacheldraht und Elektrozaun?
Oder wird es nur immer wieder hervorgeholt weil eis so schön ins Lebensbild passt? Na ja, jedem das seine, auch wenn es schon 48 Jahre her ist.
Und ja, war auch meine Rede, dass ein Sicherheitssystem im i-net mit denen der physischen Welt verglichen werden können. Und? Ach ja, wir haben ja unsere Ideale aus den 60’igern.

free2g
02
23.3.2009, 17:25

Damit musst du aber aufpassen, nicht dass es zufällig ein OpenWRT Router ist der dir den ganzen Traffic mitschneidet ^^

Somit wird man vom Jäger zum gejagten :)
(sehr schön bei den Kiddies zu beobachten welche sich ultracool finden weil sie WEP knacken können und dannach mit einem blauen Auge aufwachen)

Kuhtrainer
00
24.3.2009, 07:23

openWRT ist ziehmlich genial.
Ich hab damit die Sendeleistung des Routers erhöhen können und hab jetzt in der ganzen Wohnung super Empfang.

floh803
00
23.3.2009, 15:23
Brute-Force-Attacken, bei denen Kombinationen aus Passwort und Login

tja, wieviele Leute lassen Benutzername und Passwort bei ihrem DSL-Router auf den Standardeinstellungen? admin:pass@yourrouter

Da hilft auch das sicherste Betriebssystem wenig...

GrafBobby
 
00
23.3.2009, 16:18

Naja, ich hab z. B. das Problem, dass ich bei meinem Router das Passwort gar nicht ändern kann - weil ich mich, wenn ich das Passwort geändert habe, gar nicht mehr einloggen kann (mid dem vorher angegebenen Passwort)

Und ich nehme an, das geht vielen so, die meinen Router haben

8tung B
00
24.3.2009, 09:39
thomson modem?

wäre typisch, ist aber nur ein fehler in kombination mit ie7

Partisanen Sepp
00
23.3.2009, 20:26
mach doch einen hard reset.....

Fried Locust
00
23.3.2009, 17:41

Belkin router? Meiner hat mich damit auch zur verzweiflung gebracht, bis ich es mit nur 12 zeichen (und keine sonderzeichen) versuchte, dieses pw hat er dann genommen.

Mucius Valerius Scapula
01
25.3.2009, 14:12

Staatsgeheimnisse?

WeltenBrand
00
15.4.2009, 14:13

wenn das passwort leicht zu merken ist, ists auch egal wenns lang und mit sonderzeichen ist - und brute force und dictionary attacks kann man dann getrost ignorieren.

Fried Locust
00
25.3.2009, 16:52

Bitte?!?

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 34
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.