Ein Fünftel aller KMU stehen vor Firmenübergabe

23. März 2009, 14:10
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Große Herausforderung für 57.500 Betriebe mit 502.00 Beschäftigten

Wien - Ein fünftel der kleinen und mittleren Unternehmen, rund 57.500 in Österreich, stehen vor der Herausforderung, eine Unternehmensübertragung erfolgreich zu meistern. Besonders betroffen die Bereiche Handel, Tourismus sowie die Freizeitwirtschaft in den Bundesländer Tirol, Salzburg, Kärnten und Vorarlberg sind laut Aussendung der KMU Forschung Austria. Die Herausforderung der Unternehmensnachfolge betrifft 502.000 Beschäftigte - fast ein Drittel der Arbeitsplätze in den KMU.

Insgesamt werden rund 62 Prozent der Übergabefälle als langfristig erfolgreich gesehen. Bei den realisierten Übergaben liegt dieser Anteil bei über 75 Prozent. Wenn die Unternehmensübertragungen zum Scheitern verurteilt ist, liegt es meistens an Spannungen zwischen Vorgänger und Nachfolger, das nicht Einbeziehen des Nachfolger in die Nachfolgeplanung sowie die externe Unterstützungen des Unternehmens nicht zu nennen.

Wunsch nach Selbstverwirklichung

Der durchschnittliche Nachfolger ist Ende 30, hat eine fachliche Ausbildung sowie Berufserfahrung, so die KMU Forschung Austria. Ihre Motive sind der Wunsch nach Selbstverwirklichung und das Erreichen einer flexiblen Zeiteinteilung. 27 Prozent der Nachfolger erhöhen den Umsatz und schaffen Arbeitsplätze, im Gegensatz zu 5 Prozent, die Umsatzeinbußen und Mitarbeiter kündigen.

Die 12 Prozent der übernommenen Unternehmen mit rückläufigem Umsatz ohne Beschäftigte zu kündigen, werden "in naher Zukunft mit einem betriebswirtschaftliche Problem konfrontiert sein", so Peter Voithofer, Vize-Direktor der KMU Forschung Austria. Die Übergabe des Unternehmen an Familienmitglieder sei im Zeitraum von 1996 bis 2006 rückläufig gewesen. Jedoch sei es besonders für Familienbetriebe wichtig, die Übergabe des Unternehmens zu sichern, um den Fortbestand, die Familientradition und die Arbeitsplätze zu sichern. (APA)

 

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