Lkw-Verkehr weiterhin rückläufig

23. März 2009, 11:56
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Noch im September 2008 wurde bei der Fahrleistung ein Plus von fünf Prozent verzeichnet

Wien - Die Wirtschaftskrise hat zu Jahresbeginn zu einem starken Rückgang des Schwerverkehrs geführt. Die staatliche Autobahngesellschaft Asfinag verzeichnete ein Minus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch im September 2008 wurde bei der Fahrleistung ein Plus von fünf Prozent verzeichnet, dann ging es bergab. Zum Jahresende stabilisierte sich das Minus bei rund fünf Prozent - um dann abzusacken.

Den größten Rückgang gab es im Februar 2009 im Korridor 6-Süd (A2, S6, S35, S36) mit minus 25 Prozent. Es folgen die Korridore 2-Brenner (A12, A13), 4-Phyrn (A9) und 5-Donau (A1, A7, A8, A25, S33) mit rund 20 Prozent. Insgesamt gibt es in Österreich rund 57.000 Lastwagen, etwa 3.000 von ihnen stehen aufgrund der Wirtschaftskrise still.

Knapp die Hälfte der Fahrleistung entfällt auf österreichische Lkw, wobei der Anteil heuer leicht gestiegen ist. Neben den heimischen Lkw-Fahrern sind die Deutschen mit rund 10 Prozent und die Ungarn mit knapp 10 Prozent die fleißigsten Fahrer auf unseren Autobahnen und Schnellstraßen. Rumänien, Slowenien und Tschechien sind ebenfalls stark vertreten. Wobei nicht jeder Lkw mit einem ausländischen Kennzeichen in Realität ein fremdes Unternehmen ist. Immer mehr österreichische Frächter flaggen aus, weil die Rahmendingungen in Österreich existenzgefährdend seien, wie die Gütertransporteure beklagen.

Rund drei Viertel der Lkw auf Österreichs Autobahnen sind große Brummer mit vier und mehr Achsen. Rund 7 Prozent sind Dreiachser, 17 Prozent sind Zweiachser. In Österreich richtet sich die Mauthöhe nach der Zahl der Achsen, in Zukunft soll sie sich an den Schadstoffausstoß orientieren. Gesetzlich geregelt ist dies aber noch nicht. (APA)

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