Keine Kontogebühren für arbeitslose Kunden

23. März 2009, 11:30
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Ab April 2009 erlässt die Bank in Österreich allen Betroffenen die Kontogebühren für zwölf Monate

Wien - Die Wirtschaftskrise zwingt immer mehr Unternehmen, ihre Mitarbeiter zu kündigen. Die Banken reagieren darauf: Die Erste Bank will Kunden, die aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage ihren Arbeitsplatz verloren haben, entgegenkommen: Ab 1. April 2009 erlässt die Bank in Österreich allen Betroffenen die Kontogebühren für 12 Monate. Um von den Gebühren befreit zu werden, reiche eine Bestätigung vom AMS, hieß es heute, Montag, in einer Aussendung der Bank.

Die Initiative "Helping Hands" umfasse auch Begleitung der Kunden in der Notsituation. In einem ersten Schritt würden die Mitarbeiter der Erste Bank auf die Problematik der Arbeitslosigkeit vorbereitet werden. "Es ist gerade jetzt wichtig, uns gegenüber unseren Kunden loyal und respektvoll zu zeigen. In Zeiten wie diesen ist der Jobverlust selten selbst verschuldet", so Elisabeth Bleyleben-Koren, Generaldirektorin der Erste Bank Österreich. Mit Veranstaltungen und Seminaren soll den Kunden ein Finanzcoaching angeboten werden. Dabei gehe es im Wesentlichen darum, dem Kunden in Schwierigkeiten zu helfen und Prioritäten beim Einsparen aufzuzeigen. Dazu gehöre auch die Möglichkeit neue, flexible Kreditrückzahlungen zu vereinbaren.

Auch wenn diese Initiative an das Konzept der "Zweite Sparkasse" erinnert, sei der Ansatz ein anderer. Die Zweite Sparkasse bietet seit gut zwei Jahren ein Haben-Konto für Menschen, die in eine finanzielle Notlage geraten sind und keinen Zugang zu Bankdienstleistungen mehr bekommen. Das Projekt wurde von der Erste Stiftung initiiert und gemeinsam mit den sozialen Wohlfahrtsträgern wie der Caritas und den Schuldnerberatungen aufgebaut. Seit März 2007 kooperiert die Zweite Sparkasse auch mit der Wiener Städtischen und bietet neben dem Konto auch ein kostenloses Versicherungspaket. Die "Wiener BerufsBörse" und die "Selbsthilfegruppe Anonyme Spieler" ergänzen das Netzwerk an Organisationen seit November 2008. (APA)

 

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