Nadal triumphiert in Indian Wells

23. März 2009, 13:36
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Andy Murray hatte im Finale nicht den Funken einer Chance und unterlag klar in zwei Sätzen

Indian Wells - Der Spanier Rafael Nadal hat seine Stellung als absolute Nummer eins des Welt-Tennis neuerlich untermauert. Der 22-Jährige ließ dem Schotten Andy Murray am Sonntag (Ortszeit) im Finale des Masters-1000-Turniers von Indian Wells kaum eine Chance und siegte 6:1,6:2. Damit baute Nadal seinen Vorsprung in der Weltrangliste auf dem im Halbfinale Murray unterlegenen zweitplatzierten Schweizer Roger Federer auf mehr als 4.000 Punkte aus.

Starker Wind

Das Endspiel des heuer nach den Australian Open bisher zweitwichtigsten Turniers war von starkem Wind  geprägt, mit dem Nadal viel besser als sein Gegner zurecht kam. Murray machte seine Games zu Beginn der Sätze, dann schlug Nadal freilich jeweils fünfmal in Folge zu. In 80 Minuten hatte der Iberer seinen schon 13. Titel in dieser Turnier-Kategorie (bis 2008 Masters Series) unter Dach und Fach.

Damit fehlt dem topgesetzt gewesenen Nadal auf diesem Bereich nur ein Titel auf Federer, kommende Woche könnte es in Miami zum Gleichstand kommen. Leader ist mit 17 Masters-Series-Titeln der vor zweieinhalb Jahren zurückgetretene US-Amerikaner Andre Agassi. Im Head-to-Head in ATP- und Grand-Slam-Matches mit Murray erhöhte Nadal auf 6:2, nachdem er zuletzt dem 21-Jährigen im Halbfinale der US Open 2008 sowie im Februar im Endspiel von Rotterdam unterlegen war.

"Nicht mein bester Tag"

Murray muss nun seine höchste Schlappe seit einem 1:6,2:6 im August 2007 in der ersten Cincinnatti-Runde gegen den Zyprioten Marcos Baghdatis verdauen. Der Weltranglisten-Vierte war aber gar nicht so unglücklich mit seinem diesmaligen Abschneiden in Indian Wells, auch wenn er dort als erster Brite den Titel hätte holen können. Seine Landsleute Greg Rusedski 1998 sowie Tim Henman 2002 und 2004 waren ebenfalls im Endspiel gescheitert. Murray: "Es war nicht mein bester Tag, aber ich werde darüber hinweg kommen. Im Turnierverlauf habe ich jedenfalls besser gespielt und bin weiter gekommen, als ich es mir vorher erwartet hätte."

Mit gesamt exakt 332.498 Zuschauern kam es in den beiden Indian-Wells-Wochen zu einer Rekordzahl an abgesetzten Eintrittskarten, auch das Damen-Endspiel war gut besucht. Dabei gewann die Russin Wera Swonarewa nicht nur das Finale gegen die serbische Titelverteidigerin Ana Ivanovic 7:6(5),6:2 (siehe Artikel), sondern auch mit der Weißrussin Wiktoria Asarenka das Doppel-Endspiel. Dieses Double war in Indian Wells davor nur 1997 und 2000 der US-Amerikanerin Lindsay Davenport geglückt. (APA)

  • Zu stark für Andy Murray: Rafael Nadal.
    foto: epa/ puck

    Zu stark für Andy Murray: Rafael Nadal.

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