Ein Säugetier unter vier neuentdeckten Spezies

22. März 2009, 17:14
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Biologische Erhebung in Peru: Zu einer Feldmaus gesellen sich zwei Käferarten und eine Hochlandpflanze

Lima - Eine Mäuseart sowie andere bisher unbekannte Spezies haben Forscher in den peruanischen Anden entdeckt. Das Nagetier aus der Gattung der Südamerikanischen Feldmäuse (Akodon) lebe ausschließlich in Höhen ab 2.800 Metern und sei sogar noch auf 4.700 Metern in der Cordillera Blanca gefunden worden, berichteten die Vereinigung der Anden-Ökosysteme ECOAN sowie die Organisation Conservation International in einer gemeinsamen Erklärung. Die Funde seien in den Jahren 2005 bis 2008 in der Region Ancash in Hochgebirgswäldern etwa 400 Kilometer nördlich von der Hauptstadt Lima gemacht worden.

Bei den anderen Arten handle es sich um eine Pflanze aus der Gattung der Greiskräuter (Senecio) sowie zwei Käferspezies. Die neu entdeckten Arten hätten große Bedeutung für die Stabilität und Selbstregulierung der besonders empfindlichen Ökosysteme der Hochgebirgswelt - sie sollten deshalb unter Schutz gestellt werden, forderten die Wissenschafter. So trage etwa das kleine Nagetier dazu bei, dass bestimmte Insektenarten nicht überhandnähmen und sei sehr wichtig für die Verteilung von Samen, schrieben die Wissenschafter.

Kleine, aber wichtige Teile eines Ökosystems

Bei dem Greiskraut Senecio sanmarcosensis handle es sich um einen Teil der Feuchtgebietsflora der Hochanden. Die Pflanze sei nur an drei Stellen jeweils auf mehr als 4.500 Metern Höhe gefunden worden und damit extrem selten. Deshalb solle sie als gefährdet eingestuft und entsprechend gegen Überweidung, Brandrodung und Bergbauprojekte geschützt werden. Sie blühe von Mai bis Juli. Die Feuchtgebiete sind ein wichtiges Wasserreservoir und Filter für Trinkwasser in tiefer gelegenen Regionen.

Die beiden Käfer erhielten die wissenschaftlichen Namen Eriopis canrash und Cycloneda andresii. Sie ernähren sich unter anderem von Blattläusen und Milben, deren massenhafte Vermehrung sie auf diese Weise verhindern und die Bergbauern damit vor Ernteverlusten bewahren. (APA/dpa/red)

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