Schmied bereitet Kulturbudget weniger Schlafstörungen als Bildung

22. März 2009, 16:07
posten

Noch keine Details über Kunst- und Kulturbudget bekannt - Nicht nur Filmproduktion, sondern auch Vermittlung fördern

Wien - Der auch für Kultur zuständigen Unterrichtsministerin Claudia Schmied bereitet das Kulturbudget "im Augenblick nicht so schlaflose Nächte wie das Bildungsbudget". Über Details konkreter Projekte, wie etwa die Fertigstellung der Kunstkammer im Kunsthistorischen Museum Wien, könne sie vor der für 21. April geplanten Budgetrede noch nichts sagen. Es wisse auch noch niemand aus dem Kunst- und Kulturbereich über Details der Zuteilungen Bescheid, sagte Schmied am Sonntag in der ORF-Pressestunden.

Pilotprojekt

So ließ Schmied etwa offen, ob die Museen für den von der Regierung geplanten freien Eintritt für Kinder und Jugendliche in die Bundesmuseen Budget erhalten. Ein entsprechendes Pilotprojekt im Museum Moderner Kunst (MUMOK) im Herbst vergangenen Jahres sei auf nicht einmal zwei Monate beschränkt gewesen, "weil es sich nicht länger finanzieren ließ", das müsse entsprechend in den Budgets abgebildet werden.

Filmförderung

Auch bezüglich Filmförderung könne sie Details erst Ende April sagen. Österreich habe ausgezeichnete Filmemacher und es sei wesentlich, diesen Bereich "entsprechend zu subventionieren". Dabei gehe es ihr aber "nicht nur um die Förderung der Filmproduktion, sondern entlang der ganzen Wertschöpfungskette" bis zur Vermittlung. Deshalb möchte die Ministerin nicht nur das Budget des Österreichischen Filminstituts, sondern auch jenes für Vermittlung aufstocken.

Zur geplanten ORF-Reform äußerte sich Schmied sehr zurückhaltend. Für sie als Kulturministerin sei die Ausstrahlung österreichischer Filme und das Film-Fernseh-Abkommen wichtig. Im ORF wünscht sie sich "mehr österreichische Filme, mehr Kunst und Kultur und das nicht erst zu später Zeit". Ob es einen rein gebührenfinanzierten ORF geben solle, darüber habe sie sich noch keine Gedanken gemacht. (APA)

 

Share if you care.