Murray lässt Gipfel platzen

22. März 2009, 11:01
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Schotte schaltete im Halbfinale von Indian Wells Roger Federer aus und trifft im Endspiel auf Nadal

Indian Wells - Das Gipfeltreffen in Indian Wells zwischen Rafael Nadal und Roger Federer ist zwar geplatzt, doch auch das Final-Duell zwischen dem Weltranglistenersten und Andy Murray verspricht Spannung. Der 21-jährige Schotte zeigte am Samstag bei seinem 6:3,4:6,6:1-Halbfinalsieg gegen die Schweizer Nummer zwei, dass er das frühe Australian-Open-Aus im Achtelfinale verdaut hat. Nadal wiederum übersprang mit Andy Roddick auch die fünfte Hürde auf dem Weg ins Endspiel des mit 4,5 Millionen Dollar dotierten Turniers und gewann nach 1:50 Stunden mit 6:4,7:6 (4).

Dabei machte es sich der 22-Jährige selbst unnötig schwer. Im zweiten Satz lag er bereits mit 5:3 voran und schlug zum Matchgewinn auf, verlor dann jedoch sein Service und musste so im Tiebreak "nachsitzen". "Beim Stand von 6:5 habe ich endlich wieder angefangen, aggressiver zu spielen und genau so ging's dann im Tiebreak weiter", sagte Nadal, dessen Halbfinal-Triumph gegen Roddick durchaus ein gutes Omen gewesen sein könnte. Denn vor zwei Jahren besiegte er den Texaner in der Vorschluss-Runde mit 6:4,6:3 und gewann anschließend im Endspiel gegen Novak Djokovic seinen ersten Titel in Indian Wells. Während für Roddick zum dritten Mal im Halbfinale Endstation war, peilte Nadal im 42. Finale seiner Karriere den 33. Turniersieg an.

Doch trotz einer positiven Gesamtbilanz von 5:2 an Siegen verliefen die beiden jüngsten Duelle für den Mallorquiner negativ. "Er ist ein kompletter Spieler. Andy hat einen guten Aufschlag, kann das Match von der Grundlinie aus kontrollieren, mal aggressiv und mal defensiv spielen", weiß Nadal. Warnung genug sollte ihm auch Federers Einschätzung nach der Dreisatz-Niederlage am Samstag gewesen sein.

"Andy hat unglaubliches Tennis gespielt", meinte der Schweizer anerkennend, betonte jedoch auch, dass seine Anzahl von 32 Eigenfehlern viel zu hoch war. Für Murray war der Sieg nach 1:48 Stunden der vierte Triumph en suite gegen Federer, dem er zuletzt im Finale der US Open unterlag. "Ich habe in letzter Zeit besser gegen ihn ausgesehen. Aber Roger ist definitiv einer der schwersten Gegner", sagte Murray, der seine beeindruckende Bilanz dieses Jahres auf 20:1 Siege ausbaute. Gegen Nadal war allerdings sein "bestes Tennis" gefordert, sagte der Weltranglisten-Vierte.

Das Endspiel der Frauen-Doppel-Konkurrenz gewannen Vera Swonarewa aus Russland und die Weißrussin Victoria Asarenka mit 6:4,3:6,10:5 gegen die argentinisch-israelische Kombination Gisela Dulko/Shahar Peer. Swonarewa hatte am Sonntag zudem noch die Chance auf den Einzeltitel. Im Endspiel traf sie auf die serbische Vorjahres-Siegerin Ana Ivanovic. (APA/dpa)

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