Arbeitsminister Scholz notfalls auch für staatlichen Einstieg

21. März 2009, 14:24
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Zusehen bei Pleite wäre "unentschuldbares Regierungsversagen"

Berlin - Der deutsche Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) ist notfalls auch für einen staatlichen Einstieg beim angeschlagenen Autobauer Opel. "Ich fürchte mich nicht davor, dass der Staat bei Opel einsteigt", sagte Scholz der "Bild am Sonntag". "Angst sollte man vor so einer Entscheidung nicht haben, es sollte nur keine Dauerperspektive sein." Scholz sprach sich dafür aus, das Unternehmen unter allen Umständen zu retten. "Opel sterben zu lassen, wäre mehr als ein Fehler, es wäre ein unentschuldbares Regierungsversagen", betonte der Minister.

Pleite käme teuer

Scholz warnte davor, dass eine Opel-Insolvenz die Wirtschaft und Beschäftigten mit Milliarden-Kosten belasten würde. Die betriebliche Altersversorgung der Opel-Mitarbeiter müsse im Falle einer Pleite vom Pensionssicherungsverein gedeckt werden. "Das ist eine Belastung, die wahrscheinlich teurer wäre als alles, was wir an öffentlichen Mitteln aufwenden müssen, um Opel zu retten", sagte Scholz. Wenn ein so großes Unternehmen wie Opel pleite gehe, koste das schnell viele Milliarden. (APA/AFP)

 

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