"Viele Schlaftabletten im Team"

20. März 2009, 23:01
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Austria - Salzburg

Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Ich habe der Mannschaft gratuliert, die Moral war hervorragend. Sie wollten das Spiel unbedingt biegen. Ich denke, wir haben Salzburg gefordert, der Punkt war hochverdient. Am Schluss hätte der Sieg auch noch herausschauen können." Zum Gegentor: "Mitten vor das Tor reinzuköpfeln war ein Fehler. Das war ein richtiges Geschenk, weil Janko sehr gescheit damit spekuliert hat."

Mamadou Diabang (Austria-Torschütze): "Gott sei Dank habe ich heute so ein wichtiges Tor geschossen. Ich muss jetzt weiterarbeiten, die Zeit war schwer. Wenn man als Stürmer Zeit auf dem Platz bekommt, dann kommen auch die Chancen."

Co Adriaanse (Salzburg-Trainer): "Wir haben unser Ziel nicht erreicht, drei Punkte zu holen und den Vorsprung auf Rapid zu halten. In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt, Chancen kreiert. In der zweiten hat die Austria besser gespielt. Wir haben in Ballbesitz zu viele Fehler gemacht, mit so viel Raum müssen wir das besser ausspielen. Sie (Salzburg-Spieler, Anm.) haben gemacht, was sie machen können. Aber es fehlt an Qualität. In solche Situationen müssen wir intelligenter spielen." Zum Gegentor: "Das war unglaublich. Ein Spieler kann drei Spieler ausspielen und alle bleiben stehen."

Marc Janko (Salzburg-Torschütze): "Ich hatte beim Tor das Gefühl, dass ich stehenbleiben und nicht durchlaufen soll. Das war die richtige Entscheidung, der Ball ist mir schön vor die Füße gefallen. Ich kann mit drei Toren in den bisherigen Frühjahrsspielen zufrieden sein. In der zweiten Halbzeit hat die Austria mehr nach vorne investiert, insofern ist das Remis verdient."

KÄRNTEN - RAPID

Frenkie Schinkels (Kärnten-Trainer): "Hoffer hat vor seinem zweiten Tor ein klares Foul begangen. Rapid hat verdient gewonnen, aber der Zeitpunkt des zweiten Tores war sehr schlecht, denn ich wollte die Mannschaft aufwecken, weil ich viele Schlaftabletten im Team hatte. Aber dadurch gab es in der Kabine nur Diskussionen über den Schiedsrichter. Das war für mich der Knackpunkt, auch wenn wir verdient verloren haben. Wir haben mit zu viel Respekt begonnen und waren nicht frisch. Wir haben brotlose Kunst gezeigt. So lange noch die Möglichkeit besteht, wollen wir um den vierten Platz kämpfen."

Peter Pacult (Rapid-Trainer): "Mir tun die Spieler und die Zuschauer leid, wenn man auf so einem Acker spielen muss. Nächste Woche sind wir beim WM-Quali-Match mit diesem Rasen auf der ganzen Welt präsent. Wir waren über 90 Minuten klar besser, haben immer wieder kombiniert und versucht, Fußball zu spielen, so weit das auf diesem Boden möglich war. Beim zweiten Tor war es kein Foul von Hoffer, Riedl hat sogar zuerst die Hände auf Hoffer gelegt. Maierhofer wird wegen seiner unnötigen fünften Gelben Karte nicht ungeschoren davonkommen, dafür gibt es eine saftige Geldstrafe."

STURM - MATTERSBURG

Franco Foda (Trainer Sturm Graz): "Dieser Sieg war ganz wichtig. Wir haben zwar nicht so gut gespielt wie zuletzt, aber heute endlich gewonnen. Mir wäre es in der letzten Zeit auch lieber gewesen, schlechter zu spielen und die Punkte heimzubringen. Mattersburg hat mit zehn Mann gut verteidigt, bei meiner Mannschaft hat man die Unsicherheit gemerkt. Die Angst vor dem Verlieren war da. Wir hatten in den letzten Wochen nicht so viel Glück mit den Schiedsrichterentscheidungen, der Elfmeter war keine Fehlentscheidung"

Franz Lederer (Trainer Mattersburg): "Ich bin heute stolz auf meine Mannschaft, denn sie haben das taktische Konzept total umgesetzt und haben keine einzige zwingende Chance zugelassen. Letztendlich hat Sturm als eine der spielstärksten Mannschaften in Österreich durch ein Elfergeschenk gewonnen. Was hier mit Schiedsrichter Drachta passiert ist, da kann ich mich nicht mehr zurückhalten. Die Mannschaft ist durch den Schiedsrichter um ihre Arbeit gebracht worden. Der Schiedsrichter hat unsere Spieler wie Rotzbuben behandelt."

Jakob Jantscher (Sturm-Offensivspieler): "Der Elfmeter war eine korrekte Entscheidung. Wir sind glücklich über den ersten Sieg im Frühjahr. Der Sieg gibt uns sicher Aufwind. Die drei Punkte waren sehr wichtig."

RIED - ALTACH

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Es war ein schwieriges Spiel. Es hat mir sehr gefallen, dass wir in der zweiten Halbzeit auf unsere Chancen warten konnten. Gegen zehn Spieler ist es oft schwieriger."

Georg Zellhofer (Altach-Trainer): "Wir haben uns selbst um den möglichen Punktegewinn gebracht. Die erste Halbzeit haben wir klar kontrolliert und uns dann selbst geschwächt. So etwas darf Sonko nicht machen. Man muss im Fußball auch sein Köpfchen einschalten."

KAPFENBERG - LASK

Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): "Der Sieg war erkämpft und verdient, wenn er auch ein bisschen zu hoch ausgefallen ist. Wir haben auch Fehler gemacht, der LASK hat nach der Pause teilweise auch gut gespielt. Ich hoffe, wir können an diese Leistung auch gegen Altach anschließen, die Vorarlberger sind aber eine andere Mannschaft als im Herbst."

Ivica Vastic (LASK-Regisseur): "Unsere aktuelle Situation ist schwer, es gibt aber keine Kluft zwischen Trainer und Mannschaft. Wir gewinnen und verlieren gemeinsam."(APA)

 

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