AIG-Affäre: Finanzminister in Bedrängnis

20. März 2009, 18:51
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Timothy Geithner nimmt einen Teil der Schuld für die Affäre auf sich

Washington - Der Präsident hat ihn erneut verteidigt und Timothy Geithners "hervorragende Arbeit" gelobt, doch genau das heizt die Attacken gegen den US-Finanzminister, der im Strudel der Affäre um die Boni-Zahlungen beim Versicherungskonzern AIG steht, nur weiter an. Kongressabgeordnete und Senatoren der Republikaner verlangen seinen Rücktritt oder zumindest eine Untersuchung, wie es kam, dass der Staat AIG mit Steuergeldern rettete und der Konzern dann 165 Millionen Dollar Prämien an Manager auszahlte.

Geithner nahm einen Teil der Schuld für die Affäre auf sich. Die gesamte Tragweite "dieser spezifischen Bonus-Probleme" sei ihm erst vorige Woche bewusst geworden, sagte er in einer Kongressanhörung.

Der US-Präsident selbst machte bei einem Auftritt in der abendlichen Talkshow von Jay Leno am Donnerstag auch keine gute Figur: Barack Obama unterlief eine politisch unkorrekte Bemerkung über die Paralympics, für die sich das Weiße Haus später entschuldigte. (red, AFP/DER STANDARD, Printausgabe, 21./22.3.2009)

 

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